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	<title>Im Gespräch &#8211; Plant3</title>
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	<description>Strategien zur hochwertigen Veredelung von pflanzlichen Rohstoffen im Nordosten</description>
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		<title>Plant³ im Gespräch mit dem Team von „NaGeWe-Bio“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Sat, 20 Jan 2024 12:19:55 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
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					<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren haben mehrere Teams mit nachhaltigen und bioökonomischen Anliegen an den Ideen- und Businessplanwettbewerben in Vorpommern und übergreifend in MV teilgenommen und Preise gewonnen. Zu ihnen zählen Andreas Moll mit „HanseDeeg“ sowie Leonie Korbach und Max Wenzel mit „Wilde Flora“. Während „HanseDeeg“ an innovativen Low Calorie- &#038; Low Carb-Kartoffelprodukten arbeitet, bietet „Wilde Flora“ nachhaltige Schnittblumen an. Wir haben uns für Sie mit ihnen über ihre Erfahrungen, Wünsche und Anliegen unterhalten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="ult-spacer spacer-69dfce84f3633" data-id="69dfce84f3633" data-height="30" data-height-mobile="30" data-height-tab="30" data-height-tab-portrait="" data-height-mobile-landscape="" style="clear:both;display:block;"></div><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid vc_custom_1608021900846"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ im Gespräch mit dem Team von „NaGeWe-Bio“</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704543746049" >
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			<p>Seit der Vorbereitungsphase von Plant³ sind Prof. Dr. Daniel Schiller, Plant³-Bündnissprecher und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Universität Greifswald, und Rolf Kammann, zunächst als Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH und jetzt als Inhaber des Beratungskontors Rolf Kammann, miteinander im Gespräch über die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region. Nachdem Prof. Schiller sein Projekt zur regionalen Innovationsanalyse soeben abgeschlossen hat, werden er und Lina Singelmann zusammen mit Rolf Kammann und Katja Gallinwoski erarbeiten, wie ganzheitliche Nachhaltigkeitschecks für die Geschäftsmodelle einzelner Unternehmen einerseits und für die Bewertung regionaler Entwicklungen andererseits aussehen können.</p>
<p>Zur gefühlten Halbzeit der WIR!-Förderung für das Plant³-Bündnis haben wir uns für Sie mit dem NaGeWe-Bio-Team unterhalten:</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704543881580" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Schiller und Herr Kammann, Sie waren beide in der Vorbereitungsphase für Plant³ mit dabei. Welche Entwicklungen haben Sie seitdem beobachtet, die die Transformation hin zu einer umfassenderen und hochwertigeren Nutzung regionaler Rohstoffe in der Region befördern bzw. hemmen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704543924674" >
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			<p><strong>Daniel Schiller:</strong> Das Innovationsfeld Bioökonomie hat seit Beginn der WIR!-Förderung innerhalb und außerhalb unserer Region weiter an Dynamik gewonnen. Innerhalb der Region wurden viele neue Aktivitäten gestartet: Unternehmensgründungen, Re-Orientierung bestehender Unternehmen, Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Einbindung der Gesellschaft, neue Forschungsschwerpunkte und ein Bioökonomie-Studiengang an der Universität Greifswald. Darüber hinaus wurden in der zweiten Runde der WIR!-Förderung weitere Bündnisse in der Region gefördert, die mit der Agrartechnik und der energetischen Verwertung von Biomasse einen engen Bezug zur Bioökonomie haben. Vor diesem Hintergrund ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Tools zu entwickeln, mit denen wir die Wechselwirkungen zwischen Bioökonomie und Nachhaltigkeit in unserer Region bewerten können.</p>
<p><strong>Rolf Kammann:</strong> Das sehe ich genauso. Es ist erfreulich zu sehen, was sich in Bezug auf Bioökonomie und Nachhaltigkeit in der Region in den letzten Jahren getan hat. Nachhaltigkeit ist ein topaktuelles Thema für die Wirtschaft und Bioökonomie hat per se einen starken Nachhaltigkeitsbezug. Dennoch muss man attestieren, dass es gerade im Plant<sup>3</sup>-Bündnis gelungen ist, ein starkes regionales Netzwerk aufzubauen, spannende Projekte zu initiieren und so einen spürbaren regionalwirtschaftlichen Impuls zu setzen. Das zeugt von hoher Bereitschaft von Unternehmen, Wissenschaft und sonstigen regionalen Akteuren aber auch von einem guten Netzwerkmanagement. Für die Region bietet sich somit die Chance, breit getragene Innovationen in starken Kooperationsstrukturen voranzutreiben und damit einen maßgeblichen Beitrag zur strukturellen Wirtschaftsentwicklung zu leisten.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704543989684" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Ergebnisse der regionalen Innovationsanalyse tragen Sie in die weitere Entwicklung des Plant³-Bündnisses hinein?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544030561" >
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			<p><strong>Lina Singelmann: </strong>Anhand der zweiten Befragungsrunde von regionalen Bioökonomie-Unternehmen sowie entsprechenden Arbeitsgruppen an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen konnten wir herausfinden, dass das Thema Nachhaltigkeit einen sehr hohen Stellenwert in der Region einnimmt. Auch wurde deutlich, dass die regionalen Akteure insbesondere in der Erhaltung der Ökosysteme sowie dem Aufbau von neuen Wertschöpfungsketten durch die Bioökonomie die größte Bedeutung sehen. Die Akteure der Region verfolgen also vorrangig eine Bioressourcen-Vision, wohingegen die Bioökonomie in anderen Regionen eher von einer technischen Perspektive dominiert wird.</p>
<p><strong>Rolf Kammann:</strong> Genau das ist in einer agrarisch geprägten Region, in der die Verarbeitung von Rohstoffen eine starke Verwurzelung hat, ja zu erwarten gewesen, aber gleichzeitig rücken Themen wie Klima- und Ressourcenschutz immer stärker in den Vordergrund der politischen und gesellschaftlichen Debatten. Unterschiedlichste Wirtschaftszweige geraten dabei gleichermaßen unter Handlungsdruck, können aber auch Chancen nutzen, ihre Geschäftsmodelle zukunfts- und wettbewerbsfähig zu gestalten. Wir möchten mit unserem Projektbeitrag von NaGeWe-Bio den Unternehmen, aber auch den regionalen Entscheidungsträgern, aufzeigen, wie die Transformation regionalwirtschaftliche und einzelbetriebliche Fortentwicklungen zum Nutzen aller ermöglichen kann. Dazu wollen wir Mess- und Erfolgskriterien bestimmen und anwendbar gestalten, anhand derer wirtschaftlicher Erfolg und regionale Entwicklung bewertet werden können.</p>
<p><strong>Lina Singelmann:</strong> Im Rahmen der Weiterentwicklung der Innovationsstrategie wurden dazu vier Fokusfelder (Baumaterialien, Lebens-, Nahrungsergänzung- und Futtermittel, Biokunststoffe &amp; Verpackungen, Feinchemikalien &amp; Phytopharmaka) identifiziert, in welchen ein besonderes Potenzial für den innovationsbasierten Strukturwandel besteht. Eine Bewertung dieser Fokusfelder hinsichtlich ihres Beitrags zum regionalen Strukturwandel und zur Nachhaltigkeit gibt es bislang weder für die damit verbundenen Wertschöpfungssysteme noch für die damit zugrundeliegenden Geschäftsmodelle. Der Bedarf an einer Nachhaltigkeitsbewertung wurde auch anhand der zweiten Befragungsrunde deutlich. An dieser Stelle soll das Projekt NaGeWe-Bio anknüpfen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544096162" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Frau Singelmann und Frau Gallinowski, würden Sie uns die Nachhaltigkeitschecks, die Sie nun gemeinsam entwickeln, genauer beschreiben?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544120453" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Lina Singelmann:</strong> Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitscheck für Geschäftsmodelle und Wertschöpfungssysteme in Bioökonomieregionen zu entwickeln. Diesen wollen wir zunächst anhand der Plant<sup>3</sup>-Projektregion erproben. Der Nachhaltigkeitscheck wird in Form eines Kriterienkatalogs auf der Ebene von Wertschöpfungssystemen und Geschäftsmodellen entstehen. Hierbei entwickeln wir die Kriterien auf Basis der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.</p>
<p><strong>Katja Gallinowski:</strong> Für die Entwicklung dieses Katalogs haben wir zunächst die Kriterien bereits vorhandener Nachhaltigkeitsbewertungssysteme herangezogen. Die verwendeten Prüfkriterien bewerten wir nun hinsichtlich ihrer Eignung und Übertragbarkeit auf die Bioökonomie und erfassen gleichzeitig die unternehmerischen und regionalen Anforderungen an Nachhaltigkeitschecks.</p>
<p><strong>Lina Singelmann:</strong> Hierbei wollen wir insbesondere die Merkmale strukturschwacher ländlicher Regionen berücksichtigen, denn in diesem Bereich soll auch das Alleinstellungsmerkmal unseres Nachhaltigkeitschecks liegen. Es gibt bereits einige Nachhaltigkeitsbewertungssysteme, jedoch fokussieren sich diese vor allem auf die globale und nationale Ebene. Unser Ziel ist es, die Wirkungen für den regionalen Strukturwandel explizit in die Bewertung mit einzubeziehen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544182457" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wofür sind diese Nachhaltigkeitschecks wichtig und wie stellen Sie sicher, dass sie nicht an den Interessen der regionalen Akteure vorbei entwickelt werden?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544216369" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Lina Singelmann: </strong>Grundsätzlich wird die Nachhaltigkeitsbewertung als ein Hilfsmittel für die Entscheidungsfindung definiert, mit welchem Aktivitäten in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung gelenkt werden sollen. Von der Bioökonomie wird sich versprochen, dass sie einen Beitrag zu einer ganzheitlich nachhaltigen Entwicklung leistet, allerdings stellt sich dies in der Praxis häufig deutlich schwieriger dar. Hierbei werden Konflikte insbesondere zwischen den verschiedenen Nachhaltigkeitszielen gesehen. Folglich ist es umso wichtiger, die Nachhaltigkeit der Bioökonomie zu bewerten. Denn die Frage stellt sich immer wieder: Sind die biogenen Alternativen den fossilen wirklich überlegen?</p>
<p><strong>Katja Gallinowski:</strong> Während des Projekts sind wir kontinuierlich im Austausch mit regionalen Akteuren, um frühzeitig die Bedarfe in der Region zu identifizieren. Außerdem ist im Projekt eine Erprobungsphase vorgesehen. In dieser wollen wir unseren Nachhaltigkeitscheck an drei bis fünf Wertschöpfungssystemen sowie 12 bis 15 Unternehmen testen, welche jeweils von den vier Fokusfeldern des Plant<sup>3</sup>-Bündnisses ausgehen. Dadurch erhoffen wir uns, stetig Hinweise auf Anpassungsnotwendigkeiten sowie Verbesserungsvorschläge zu erlangen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544322713" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Werden wir die Nachhaltigkeitschecks auch im Plant³-Bündnis verwenden können?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544340539" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Daniel Schiller:</strong> Das ist ein Kernanliegen unseres Projekts. Wir wollen die Tools gemeinsam mit den Bündnispartnern und dem Innovationsmanagement entwickeln und erproben. So nehmen wir bei der Entwicklung unmittelbar die regionalen Bedarfe für Nachhaltigkeitschecks auf. Unser Ziel ist es, damit interessierten Akteuren frühzeitig Hinweise geben zu können, wie sie ihre Geschäftsmodelle noch nachhaltiger aufstellen können. Auch das Innovationsmanagement möchten wir hinsichtlich der Optionen für eine Optimierung der Nachhaltigkeit des in der Region ausgelösten Strukturwandels beraten. Die Nachhaltigkeitschecks sind aber nicht exklusiv für unsere Region. Sie werden so gestaltet sein, dass sie auf andere Bioökonomie-Regionen übertragbar sind.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704544380848" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Liebes Team von NaGeWe-Bio, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Infokasten</strong>:</p>
<p>In May 2023, the Plant<sup>3-</sup>Projekt „NaGeWe-Bio – Entwicklung und Erprobung ganzheitlicher Nachhaltigkeitschecks für Geschäftsmodelle und Wertschöpfungssysteme in Bioökonomieregionen“ gestartet. Das Vorhaben wird unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Schiller von Lina Singelmann am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie der Universität Greifswald bearbeitet und durch das Beratungskontor Rolf Kammann unter Mitarbeit von Katja Gallinowski unterstützt. Ziel ist, ein Instrumentarium für die Nachhaltigkeitsbewertung von Geschäftsmodellen und Wertschöpfungssystemen der Bioökonomie in ökonomischer, ökologischer und sozialer Dimension zu entwickeln und zu erproben.</p>
<p>Duration: 01.05.2023 until 31.12.2025</p>
<p>Kontakt siehe Projektseite: <a href="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/project/nagewe-bio/">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/project/nagewe-bio/</a></p>
<p>Nachtrag: Lina Singelmann hat das Projekt verlassen.</p>

		</div>
	</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Herrn Erik Bossong</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2024/01/20/plant%c2%b3-im-gespraech-mit-herrn-erik-bossong/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Sat, 20 Jan 2024 08:45:52 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
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					<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren haben mehrere Teams mit nachhaltigen und bioökonomischen Anliegen an den Ideen- und Businessplanwettbewerben in Vorpommern und übergreifend in MV teilgenommen und Preise gewonnen. Zu ihnen zählen Andreas Moll mit „HanseDeeg“ sowie Leonie Korbach und Max Wenzel mit „Wilde Flora“. Während „HanseDeeg“ an innovativen Low Calorie- &#038; Low Carb-Kartoffelprodukten arbeitet, bietet „Wilde Flora“ nachhaltige Schnittblumen an. Wir haben uns für Sie mit ihnen über ihre Erfahrungen, Wünsche und Anliegen unterhalten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;">© Erik Bossong</p>

		</div>
	</div>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283389922" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Vom 17.11. bis 18.12.2023 wurde die Ausstellung „FAKTOR WOHNEN – Ökologisch um:bauen mit regenerativen Baustoffen“ im Greifswalder Z4 / Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie‘“ gezeigt. Das begleitende Veranstaltungsprogramm verdeutlichte nicht nur die Notwendigkeit der Bauwende, sondern zeigte auch aktuelle Lösungsansätze für die Bauwende auf. Herr Erik Bossong von GROPYUS AG beteiligte sich am 30.11. an der Diskussion zum Themenschwerpunkt „Bioökonomie und ökologische Baumaterialien“. Wir haben nach der Veranstaltung mit ihm gesprochen</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283483725" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Bossong, die GROPYUS AG verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und möchte damit die Baubranche transformieren und digitalisieren. Was bedeutet das konkret?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283573248" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Üblicherweise ist die Wertschöpfungskette im Bauwesen sehr fragmentiert – viele Bauschaffende arbeiten mehr oder weniger abgestimmt an einem Projekt. Wir gehen das ganz anders an: Wir haben unsere Wertschöfpungskette durchgängig in der Hand, und das voll digitalisiert. Das heißt, dass der Prozess vom Grundstückserwerb bzw. der Grundstückserschließung bis zum Gebäudebetrieb von uns selbst umgesetzt und gesteuert wird. Wir sehen unsere Häuser nicht als Bauprojekte, sondern als Produkt, welches in gleichbleibend hoher Qualität durch standardisierte Prozesse und einem bis zu 80-prozentigen Vorfertigungsgrad termintreu ausgeführt sowie verlässlich und vollständig dokumentiert wird – bis hin zu Echtzeitdaten im Gebäudebetrieb und zur Verortung jeder einzelnen Schraube im Bauteil.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283676094" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Innovationen haben sich in der Praxis des Bauens bereits durchgesetzt, bei Ihnen und allgemein?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283706414" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Es tut sich viel in der Materialentwicklung – z. B. werden heute schon viele Projekte mit nachhaltigen Materialien gebaut. Ganz besonders hat sich in den letzten Jahren der großvolumige Holzbau etabliert. Zwar hat er immer noch einen geringen Anteil am Gesamtvolumen dessen, was gebaut wird, aber seine Steigerungsraten sind beachtlich. Wir haben im Laufe unseres vierjährigen Firmenbestehens unseren Fokus auf die Produktentwicklung gelegt und sind von Anfang an mit dem Anspruch angetreten, volldigitalisiert, hochautomatisiert, leistbar und nachhaltig zu bauen. Darin finden wir immer mehr Zustimmung.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283764088" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Herausforderungen auf dem Weg zu einer größeren Nachhaltigkeit beim Bauen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704283941085" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Da sind zwei Dinge: Zum einen die Regulatorik, die in Deutschland überbordend und ausufernd ist. Werfen Sie einen Blick nach Österreich oder in die Schweiz – dort ist man, vorsichtig gesagt, irritiert hinsichtlich unserer zu komplexen Verordnungslandschaft, von der selbst die erfahrensten Expertinnen und Experten sagen, dass sie unüberschaubar geworden ist. Aus meiner Sicht kann man die Regulatorik aber nicht betrachten, ohne gleichzeitig die Marktmacht etablierter Systeme zu sehen: Die wirtschaftlichen Interessen von Herstellen nicht nachhaltiger Materialien sind viel zu groß, als dass die zarten jungen Pflanzen nachhaltiger Produkte ohne Förderung und Unterstützung wirklich an die Oberfläche kommen könnten. Da fahren dann sprichwörtlich die Betonmischer drüber. Wenn Sie die Sektorenförderung anhand der Daten des Statistischen Bundesamtes betrachten, sehen Sie schnell, wo das Problem liegt – die Forschungsförderung im Bauwesen ist gering, verglichen mit der vergleichbar großer Sektoren wie der Automobilindustrie.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704284016163" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wie kann aus Ihrer Sicht unsere Bioökonomie-Region im nordöstlichen Deutschland zur Bauwende beitragen? Worin liegt unser Potenzial?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704284052591" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Dort gibt es zum Beispiel viele gute Ansätze speziell im Bereich biogener Fasern und deren Verwendung im Dämmstoffbereich. Wenn sich die dortigen Akteure über die Regionengrenzen hinweg mit den Produzenten und Anwendern in anderen Regionen (z. B. Lausitz und Rheinland) vernetzen und kooperieren, sehe ich gute Chancen, auch die dringend notwendige Skalierung dieser Materialien hinzubekommen. Das kann allerdings nur mit der Unterstützung der Politik funktionieren.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1704284076594" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Bossong, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Infokasten</strong>: GROPYUS erfindet das Merhfamilienhaus neu: Das 2019 gegründete PropTech entwickelt Immobilien als sich ständig weiter entwickelnde, optimierbare Produkte und digitalisiert alle Aspekte des Immobilienlebenszyklus. Die mehrgeschossigen Holz-Hybrid-Gebäude sind klimapositiv und werden digital konzipiert sowie vollständig automatisiert gefertigt. An den Standorten Wien, Berlin, Steinhaus, Richen, Dornbirn und Ruggell sind rund 380 Mitarbeiter:innen tätig.</p>

		</div>
	</div>
<div class="ult-spacer spacer-69dfce850a6e7" data-id="69dfce850a6e7" data-height="60" data-height-mobile="60" data-height-tab="60" data-height-tab-portrait="" data-height-mobile-landscape="" style="clear:both;display:block;"></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1706608373628" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Kontaktangaben:</p>
<p><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Erik Bossong </span><br />
<span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">GROPYUS Technologies GmbH</span><br />
<span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;">Hauptstr. 2<br />
10827 Berlin<br />
Germany<br />
Phone: +49 3834 420 4506 <a href="tel:+4930700101282">+49 30 700 101 282</a><br />
Mobil: <a href="tel:+491728103956">+49 172 8103956</a><br />
Email: <a href="mailto:erik.burchardt@gropyus.com">erik.bossong@gropyus.com</a><br />
Website:<a href="https://gropyus.com/"> https://gropyus.com</a></span></p>

		</div>
	</div>
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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Dr. Sabine Wichmann</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2023/02/16/plant%c2%b3-im-gespraech-mit-dr-sabine-wichmann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Thu, 16 Feb 2023 10:10:47 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=55113</guid>

					<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren haben mehrere Teams mit nachhaltigen und bioökonomischen Anliegen an den Ideen- und Businessplanwettbewerben in Vorpommern und übergreifend in MV teilgenommen und Preise gewonnen. Zu ihnen zählen Andreas Moll mit „HanseDeeg“ sowie Leonie Korbach und Max Wenzel mit „Wilde Flora“. Während „HanseDeeg“ an innovativen Low Calorie- &#038; Low Carb-Kartoffelprodukten arbeitet, bietet „Wilde Flora“ nachhaltige Schnittblumen an. Wir haben uns für Sie mit ihnen über ihre Erfahrungen, Wünsche und Anliegen unterhalten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;">© Dr. Sabine Wichmann</p>

		</div>
	</div>
<div class="ult-spacer spacer-69dfce8511b8c" data-id="69dfce8511b8c" data-height="30" data-height-mobile="30" data-height-tab="30" data-height-tab-portrait="" data-height-mobile-landscape="" style="clear:both;display:block;"></div><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid vc_custom_1608021900846"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ im Gespräch mit Dr. Sabine Wichmann</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676295989829" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Dr. Sabine Wichmann hat für ihre Dissertation den Nachhaltigkeitspreis 2022 der Universität Greifswald erhalten. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie der Universität Greifswald und hat in ihrer Dissertation die Wirtschaftlichkeit von Paludikultur und die Möglichkeiten zum Anbau und zur Vermarktung von nachwachsenden Rohstoffen aus wiedervernässten Mooren untersucht.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296217132" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Frau Wichmann, Sie haben sich in Ihrer Dissertation vor allem auf Schilf und Torfmoos konzentriert &#8211; warum genau auf diese beiden Pflanzen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296276905" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Dr. Sabine Wichmann: </strong>Für Paludikultur – also die produktive Nutzung von nassen und wiedervernässten Mooren – gibt es ja ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Schilf und Torfmoos repräsentieren dabei sehr gut das mögliche Spektrum von Paludikultur. Das sind zum einen die unterschiedlichen Wuchsbedingungen: Schilf ist typisch für die nährstoffreicheren Niedermoore, während Torfmoose in Hochmooren unter nährstoffarmen Bedingungen wachsen. Zum anderen bietet Paludikultur sowohl traditionelle als auch neue Lösungen: Schilf ist seit Jahrtausenden bis heute eine als Baustoff genutzte Feuchtgebietspflanze, während der Einsatz von Torfmoosen als Torfersatz im professionellen Gartenbau ein innovativer Ansatz ist. Dabei unterscheiden sich die Beispiele auch hinsichtlich der Produktionskosten. Die Ernte von Schilfbeständen, die sich bei höheren Wasserständen von allein per Sukzession etablieren, ist ein „low input“-Verfahren. Die gezielte Etablierung von Torfmooskulturen auf ehemaligem Grünland ist hingegen mit höherem Investitions- und Managementaufwand verbunden. Nicht zuletzt habe ich die Wirtschaftlichkeit von Schilf und Torfmoos genauer untersucht, weil es hier jeweils einen bestehenden Markt gibt und wir wissen, wie Kultivierung, Ernte und Verarbeitung funktionieren.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296385294" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Chancen sehen Sie in der Nutzung von Schilf und Torfmoos für die Region Vorpommern ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1677144543552" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Dr. Sabine Wichmann: </strong>Moore wurden über Jahrhunderte trockengelegt, insbesondere für eine landwirtschaftliche Nutzung. Heute wissen wir, dass die Entwässerung der Moore nicht nachhaltig ist. Hohe Treibhausgasemissionen, Nährstoffausträge, Bodensenkung und -degradierung erfordern ein Umdenken in der Moorbewirtschaftung. Paludikultur bietet die Chance, Moorböden wiederzuvernässen und eine produktive Nutzung aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Schilf ist für die Niedermoore in Norddeutschland eine etablierte Alternative. Die Reet- bzw. Rohrdachdeckerei ist anerkanntes immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Vorpommern ist der Hauptlieferant für einheimisches Schilf. Allerdings kann durch die Schilfernte in Deutschland nur ca. 15% des Bedarfs gedeckt werden. In gleichem Umfang wird Schilf aus China importiert, was für einen ökologischen Baustoff natürlich absurd ist. Der Großteil des hier verwendeten Schilfs stammt aus Südosteuropa. Interessant ist, dass die Marktpreise im Grunde gleich sind, die hohe Importrate aber auf die Verfügbarkeit zurückgeht. Die durchaus bestehende Nachfrage nach regionalem Schilf kann auf Grund der Entwässerung von Feuchtgebieten und der stark eingeschränkten Nutzung verbliebener Röhrichte nicht gedeckt werden. Die Kultivierung von Schilf auf wiederzuvernässenden Mooren bietet daher eine große Chance, sowohl die verfügbare Menge von Schilf zu verbessern als auch durch gezielten Anbau und regionale Lieferketten eine hohe Qualität zu gewährleisten. Dank der Rohrwerber sind in Vorpommern Know-How und Spezialtechnik für Paludikultur bereits vorhanden. Neben der Verwendung auf den Dächern wird Schilf auch zu Dämmplatten, Putzträgern oder Akustikelementen verarbeitet. Auch innovative Anwendungen wie die Nutzung der spezifischen 3D- Silicium- Nano-Struktur der Schilf-Blätter für Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien werden untersucht.</p>
<p>Die Kultivierung von Torfmoosen ist sowohl eine nachhaltige Landnutzungsalternative für degradiertes Hochmoorgrünland als auch der Schlüssel, um fossilen Torf auch im professionellen Gartenbau zu 100% zu ersetzen. Dabei ist der Anbau von Torfmoosen insbesondere für das hochmoorreiche Niedersachsen relevant. Auch die Substrat- und Erdenwerke, die nach wie vor hauptsächlich mit Torf arbeiten, konzentrieren sich dort. Die Verwendung von Torfmoosen als hochwertiger Torfersatz hat dann jedoch auch für Vorpommern Bedeutung.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296508388" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Schwierigkeiten auf dem Weg zu einer stärkeren Nutzung dieser Rohstoffe?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296572295" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Dr. Sabine Wichmann:</strong> Für Schilf und Torfmoose sind Verwertungsoptionen und Märkte ja bereits etabliert, aber die Nachfrage nach regionalen Rohstoffen kann nicht gedeckt werden. Daher ist hier die Ausweitung der Produktionsflächen die entscheidende Herausforderung. Bisher verhinderten die agrarpolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen die Etablierung von Paludikulturen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Stichworte sind die Förderfähigkeit als Landwirtschaft, die Gebote zum Grünlanderhalt, die Honorierung der Umwelt- und Klimaleistungen, eine Investitionsförderung für Wiedervernässung und Umstellung auf Paludikultur. Die neuen Vorgaben zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab 2023 sind ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber nicht ausreichend um die Flächenverfügbarkeit zu verbessern. Speziell bei den Torfmoosen ist zusätzlich das Pflanzenmaterial, welches zur Neueinrichtung von Torfmooskulturen benötigt wird, nur sehr begrenzt verfügbar. Bei anderen Paludikulturen, insbesondere Nasswiesen, sind Flächen und Biomasse hingegen in großem Umfang vorhanden, es mangelt jedoch an der nachgelagerten Aufbereitung und verbindlichen Abnehmern.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296627366" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was ist Ihre ganz persönliche Version von einem bioökonomischen Wandel in der Region?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296679705" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Dr. Sabine Wichmann: </strong>Unsere Region ist reich an landwirtschaftlich genutzten Mooren und diese werden eine zentrale Rolle für die Bioökonomie spielen. Heute sind viele dieser Flächen durch einen geringen Viehbestand ohne nennenswerte betriebliche Wertschöpfung gekennzeichnet. Gleichzeitig ist Vorpommern-Greifswald deutschlandweit der Landkreis mit den höchsten Gesamtemissionen aus entwässerten Mooren. In Mecklenburg-Vorpommern verursachen die trockenen Moore ca. 30% aller Treibhausgasemissionen des Landes. Hier besteht also eine große Verantwortung und ein besonderer gesellschaftlicher Handlungsbedarf. Wiedervernässte Moorflächen können für die Produktion nachwachsender Rohstoffe zum Ersatz fossiler Ressourcen entwickelt werden, ohne in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion zu treten. Neben Schilf sind für Paludikulturen viele andere Arten wie z.B. Seggen, Rohrglanzgras, Rohrkolben, auch Baumarten wie Erlen oder Kräuter als Heilpflanzen geeignet. Die Biomasse hat jedoch oft eine geringe Transportwürdigkeit. Daher spielt eine dezentrale Verarbeitung und der Aufbau einer regionalen Veredlung der Rohstoffe eine zentrale Rolle, um das Potential von Paludikultur zu erschließen. Die Entwicklung regionaler Abnahmestrukturen würde Moorlandwirten Anreize für die Umstellung ihrer Bewirtschaftung geben. Für die Pioniere können auch kooperative Strukturen oder Vertragsanbau erforderliche Investitionen und Risiken verteilen und Planungssicherheit schaffen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676296807259" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Frau Wichmann, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1676628578460" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Dr. Sabine Wichmann<br />
Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie<br />
Soldmannstraße 15<br />
17487 Greifswald<br />
Mail: <a href="/en/wichmann@uni-greifswald.de/">wichmann@uni-greifswald.de</a><br />
Web: <a href="https://rsf.uni-greifswald.de/lehrstuehle/wiwi/avwl/lehrstuhl-beckmann/personen/sabine-wichmann/">https://rsf.uni-greifswald.de/lehrstuehle/wiwi/avwl/lehrstuhl-beckmann/personen/sabine-wichmann/</a></p>

		</div>
	</div>
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		<title>Plant³ im Gespräch mit Andreas Moll („HanseDeeg“) sowie Leonie Korbach und Max Wenzel („Wilde Flora“)</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2022/11/01/plant%c2%b3-im-gespraech-mit-andreas-moll-hansedeeg-sowie-leonie-korbach-und-max-wenzel-wilde-flora/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Tue, 01 Nov 2022 15:55:56 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=54974</guid>

					<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren haben mehrere Teams mit nachhaltigen und bioökonomischen Anliegen an den Ideen- und Businessplanwettbewerben in Vorpommern und übergreifend in MV teilgenommen und Preise gewonnen. Zu ihnen zählen Andreas Moll mit „HanseDeeg“ sowie Leonie Korbach und Max Wenzel mit „Wilde Flora“. Während „HanseDeeg“ an innovativen Low Calorie- &#038; Low Carb-Kartoffelprodukten arbeitet, bietet „Wilde Flora“ nachhaltige Schnittblumen an. Wir haben uns für Sie mit ihnen über ihre Erfahrungen, Wünsche und Anliegen unterhalten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p style="text-align: center;">© Wilde Flora und Andreas Moll</p>

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<div class="ult-spacer spacer-69dfce8519c5f" data-id="69dfce8519c5f" data-height="30" data-height-mobile="30" data-height-tab="30" data-height-tab-portrait="" data-height-mobile-landscape="" style="clear:both;display:block;"></div><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid vc_custom_1608021900846"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ im Gespräch mit Andreas Moll („HanseDeeg“) sowie Leonie Korbach und Max Wenzel („Wilde Flora“)</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316457700" >
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			<p>In den vergangenen Jahren haben mehrere Teams mit nachhaltigen und bioökonomischen Anliegen an den Ideen- und Businessplanwettbewerben in Vorpommern und übergreifend in MV teilgenommen und Preise gewonnen. Zu ihnen zählen Andreas Moll mit „HanseDeeg“ sowie Leonie Korbach und Max Wenzel mit „Wilde Flora“. Während „HanseDeeg“ an innovativen Low Calorie- &amp; Low Carb-Kartoffelprodukten arbeitet, bietet „Wilde Flora“ nachhaltige Schnittblumen an. Wir haben uns für Sie mit ihnen über ihre Erfahrungen, Wünsche und Anliegen unterhalten.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316486589" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Andreas Moll, Ihr habt mit „HanseDeeg“ 2022 den UNIQUE-Ideen- und 2021 den Businessplan-Wettbewerb SEGEL SETZEN! gewonnen und seitdem erfolgreich eine EXIST-Förderung eingeworben. Wo steht Ihr gerade?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316873198" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Andreas Moll:</strong> Nachdem ich mit meinem Abschluss als Diplom-Kaufmann im September nun direkt mit dem EXIST-Gründungsstipendium starten konnte, planen wir aktuell unseren Markteintritt. Dies beinhaltet neben der Preiskalkulation speziell die Verhandlung mit Rohstoff-Zulieferern und möglichen Produzenten. Ursprünglich wollten wir noch in diesem Jahr den Markteintritt vollziehen, werden nun aber erst im Frühjahr 2023 den Verkauf starten. Die aktuellen Preissteigerungen sind da natürlich nicht hilfreich. Die Verschiebung gibt uns jedoch auch die Möglichkeit, das Gesamtkonzept, welches auch Rezepte und Kochvideos zu unseren Produkten beinhaltet, noch intensiver auszuarbeiten und vorzubereiten sowie Werbemaßnahmen gezielter zu planen. Und auch der eigene Onlineshop kann akribischer getestet werden, um ein unkompliziertes Einkaufserlebnis zu gewährleisten.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316542618" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Leonie Korbach und Max Wenzel, Ihr habt mit Eurem Konzept für die „Wilde Flora“ den Medien-Sonderpreis beim inspired-Ideenwettbewerb 2021 gewonnen. Hat Euch das geholfen und was beschäftigt Euch aktuell?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316893850" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Leonie Korbach und Max Wenzel:</strong> Der Medien-Sonderpreis bestand aus einer Radio-Werbekampagne im Wert von 5.000 € beim Sender 8080s. In gemeinsamer Konzeption mit uns entwickelte 8080s einen dreißigsekündigen Werbespot, der im August 2022 über zwei Wochen lang mehrmals am Tag gespielt wurde. Wir waren sehr aufgeregt und freuten uns enorm, als wir ihn zum ersten Mal auf 80s80s-Radio hörten. Im Nachgang lieferten die stichprobenartige Kundenbefragung und die Besucherzahl auf unserer Homepage leider keine Anhaltspunkte für eine Wirksamkeit der Radiowerbung. Woran das genau gelegen haben mag, können wir leider nicht sagen. Am Ende war es aber eine schöne Erfahrung, aus der wir viel lernen konnten und tolle Menschen kennengelernt haben.</p>
<p>Momentan beschäftigt uns, neben der grundlegenden Frage nach der eigenen Subsistenz, dieselbe Frage wie ganz zu Anfang, die sich uns auch hoffentlich noch bis zum „Schluss“ stellt: Wie können wir als Betrieb ohne Greenwashing klimaneutral werden? Das ist die Frage, die immer da sein wird, die sich auch jedes Unternehmen stellen sollte.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316621729" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was bedeutet die bioökonomische Ausrichtung und die Verankerung in Vorpommern für Euch?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316684976" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Andreas Moll:</strong> Auch wenn wir beim Vertrieb, der Beschaffung und Produktion, gerade wegen der mangelnden Verfügbarkeit, auch überregional ausgerichtet sind, liegen mir Vorpommern und die Menschen hier als gebürtiger Greifswalder sehr am Herzen. Aus diesem Grund versuchen wir auch zukünftig, regionale Aspekte möglichst in den Vordergrund zu rücken, vermehrt mit Kartoffelbauern aus der Region zusammenzuarbeiten und hoffentlich schon im kommenden Jahr erste Arbeitsplätze in Vorpommern zu schaffen. Neben unseren eigenen Vorstellungen erwartet zum Glück auch der Markt inzwischen ein möglichst hohes Maß an Nachhaltigkeit mit entsprechenden Zahlungsbereitschaften. Dies gibt uns die Möglichkeit, im Sinne der Natur das Beste aus unseren Produkten zu holen. Das hohe Verständnis für Bioökonomie hier im Flächenland ist dabei sehr von Vorteil.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316731739" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Leonie Korbach und Max Wenzel:</strong> Wir sind uns gar nicht so sicher, ob wir eine bioökonomische Ausrichtung haben. Das kommt ganz darauf an, wie sich die Bioökonomie definiert. Noch ist es so, dass die Definitionen der Bioökonomie ein „Grünes Wirtschaftswachstum“ beinhalten. Da denken wir, dass das im Kontext des globalen Ressourcenverbrauches nicht zusammen funktioniert. Aber ja, es ist wohl das beste Konzept, das es momentan gibt. Wir denken, es benötigt hier noch eine Instanz, die auch gut über Plant³ installiert werden könnte. Jemand müsste Ökobilanzierungen für „bioökonomische“ Unternehmen und Institutionen anbieten. Eine Bilanzierung sollte Pflicht sein, um sich selbst den Stempel „Bioökonomisches Unternehmen“ aufprägen zu können. Zumindest sollte es erstmal prinzipiell möglich sein als Unternehmen klimaneutral zu sein – ob das dann praktisch durchführbar ist, hängt ja auch von diversen politischen Rahmenbedingungen und Fragen der gegebenen Infrastruktur ab. Definitiv sollte aber kein Greenwashing unterstützt werden.</p>
<p>Wir denken, dass Vorpommern hier eine besonders günstige Ausgangssituation bietet. Die Region ist noch nicht so überformt wie z.B. das Ruhrgebiet. Mit einer guten Portion Engagement können hier durchaus nachhaltige Wirtschaftsstrukturen entstehen. Als moorreiches Flächenland mit Anschluss zur Ostsee bieten sich Chancen für die Produktion von allerlei nachwachsenden Rohstoffen und sonstigen, potenziell klimaneutral produzierten, Gütern. Da wir alle wissen, dass lange Transportwege schlecht sind, können wir hier auch direkt in die Weiterverarbeitung gehen. Fertige Produkte zu transportieren ist emissionstechnisch günstiger als der Transport von Rohstoffen. Als Verbund oder Interessengemeinschaft könnte man dann z.B. flächendeckend 100% Ökostrom fordern, eine Lobby für eine beschleunigte Energiewende formen und ein gutes Beispiel für einen nachhaltigen Strukturwandel abbilden.</p>
<p>Da sind wir als Wilde Flora auf jeden Fall bereit alles zu geben. Wir sind gerne in Vorpommern und haben das Gefühl, dass wir hier auch ganz gut akzeptiert werden.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316752319" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was hat Euch bisher am besten geholfen? Was wünscht Ihr Euch für die kommenden Monate?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316766988" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Andreas Moll:</strong> Auch wenn der Aufbau des Gründungsnetzwerkes aufgrund der größeren Entfernungen hier etwas schwieriger ist, erscheint der Zusammenhalt und die Unterstützungsbereitschaft dafür umso größer. Seitdem wir unsere Idee im vergangenen Jahr das erste Mal nach außen getragen haben, wurde uns bei der Ausarbeitung des Geschäftskonzeptes durch u. a. die Gründungswerft, Stapellauf Nordost sowie ACCERLERATE:MV sehr viel Hilfe zuteil, für die wir unheimlich dankbar sind und ohne die das Gründungsstipendium wohl unerreichbar gewesen wäre. Für die Zukunft hoffen wir natürlich auf einen erfolgreichen Markteintritt, eine zufriedene Kundschaft und dass wir unsere Erfahrungen dann schon bald an nachfolgende gründungsinteressierte Menschen weitergeben dürfen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316804347" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Leonie Korbach und Max Wenzel:</strong> Das können wir gar nicht so genau sagen. Manchmal laufen ja Dinge im Hintergrund ab, die man gar nicht so unbedingt mitbekommt. Generell sind wir mit unserer ersten Blumensaison mehr als zufrieden. Es haben viele Leute für uns Werbung gemacht – sowohl ganz analog als auch auf Instagram. Es gab ein paar Zeitungsartikel und einen Beitrag im NDR-Nordmagazin. Bei letzteren Ereignissen war es immer besonders spürbar, dass mehr Anfragen und Bestellungen reinkommen. Ein paar einzelne Personen und Institutionen haben uns im besonderen Maße unterstützt. Hier seien unser Verpächter in Wampen, andere Unternehmer*innen wie Katrin Zeidler und der Regionalladen im Koeppenhaus zu nennen. Auch die Möglichkeit an den UNIQUE- und inspired-Ideenwettbewerb-Veranstaltungen teilzunehmen zu können, brachte uns Aufmerksamkeit.</p>
<p>Für die kommenden Monate wünschen wir uns die Bewilligung unserer Förderanträge, mit deren Hilfe wir mehr Nachhaltigkeit erreichen wollen. Wir beantragen momentan z.B. ein Tröpfchen-Bewässerungssystem, mit dem wir unseren Wasserverbrauch minimieren wollen. Das hat zwar auch betriebswirtschaftliche Vorteile, aber es verringert eben auch unseren ökologischen Fußabdruck enorm. Mit einem geeigneten Cargo-E-Bike wollen wir Transportemissionen und unsere Dienstfahrten neutralisieren. Das kostet alles viel Geld, das wir nicht haben. Wir bewerben uns da für Fördergelder, weil wir denken, dass wir damit auch etwas an die Region zurückgeben können.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1667316833115" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen Euch viel Erfolg!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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		<div class="wpb_wrapper">
			<p><b>Contact</b></p>
<p>HanseDeeg – Low Calorie- &amp; Low Carb-Kartoffelprodukte aus Greifswald, Andreas Moll, andreas.moll@hanse-deeg.de, <a href="https://hanse-deeg.de">https://hanse-deeg.de</a>, Instagram: @hanse_deeg</p>
<p>Wilde Flora – Nachhaltige Schnittblumen aus Greifswald, Leonie Korbach und Max Wenzel, wildeflora@gmx.de, <a href="https://wilde-flora-slowflowers.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://wilde-flora-slowflowers.de</a>, Instagram: @wilde.flora.slowflowers</p>
<p>Der vorpommersche UNIQUE-Ideenwettbewerb findet jährlich im Frühling und der anschließende Businessplanwettbewerb im Herbst statt. Die nächste Veranstaltung ist die Prämierung der Gewinner*innen des Businessplanwettbewerbs am 17.11.2022 in Greifswald. Mehr Informationen gibt es unter <a href="http://www.stapellauf-nordost.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.stapellauf-nordost.de</a>.</p>

		</div>
	</div>
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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Urte Zahn</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2022/07/01/plant%c2%b3-im-gespraech-mit-urte-zahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Fri, 01 Jul 2022 12:26:18 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=54607</guid>

					<description><![CDATA[Urte Zahn bringt als selbstständige Wirtschaftsberaterin und Business Coach einen breiten Horizont mit. Sie ist gelernte Landwirtin sowie studierte Betriebswirtin und Ingenieurin mit weitreichenden Erfahrungen im Bereich IT und Digitalisierung von Startups bis zum Großunternehmen. Als Vorsitzende des Plant³-Beirats prägt sie die strategische Steuerung und Entwicklung des Plant³-Bündnisses mit.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p style="text-align: center;">© Carolin Weinkopf</p>

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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1668175384169" >
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			<p>Urte Zahn bringt als selbstständige Wirtschaftsberaterin und Business Coach einen breiten Horizont mit. Sie ist gelernte Landwirtin sowie studierte Betriebswirtin und Ingenieurin mit weitreichenden Erfahrungen im Bereich IT und Digitalisierung von Startups bis zum Großunternehmen. Als Vorsitzende des Plant³-Beirats prägt sie die strategische Steuerung und Entwicklung des Plant³-Bündnisses mit.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656676698181" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Frau Zahn, was ist Ihre ganz persönliche Vision von Bioökonomie?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656677738204" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Bioökonomie ist ein recht sperriges Wort, das wenig emotional wirkt und damit auch weite Teile der Gesellschaft nicht erreicht. Vielleicht nehmen wir lieber den Begriff der nachwachsenden Rohstoffe. Auch würde ich die Frage eher allgemein und ohne auf die Festlegung des Begriffs Bioökonomie beantworten. Aus meiner Sicht haben wir irgendwann die regionale Wertschöpfung aus nachwachsenden Rohstoffen aus den Augen verloren. Billige Produkte aus Niedriglohnländern überschwemmten den Markt. Wir haben sie gekauft. Das hat Preise für andere steigen lassen. Wir konnten einfach mehr kaufen. Das hat uns u. a. abhängig und verletzlich gemacht. Seit einigen Jahren nun gibt es den Trend – durch Covid19 verstärkt – zurück zu nachhaltigen und vor allem regionalen, resilienten Wertschöpfungsketten, den ich sehr begrüße. Nachhaltigkeit verstehe ich dabei im Sinne einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Resilienz beinhaltet für mich die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der Lieferketten.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656676739856" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Chancen sehen Sie für die Region Vorpommern?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656677832663" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Vorpommern ist eine kleine Region, die einige interessante, lokale Gegebenheiten bzw. Eigenheiten mitbringt wie eben Land, Moor, Meer. Um diese zu verstehen, brauchen wir zum einen Menschen aus der Region, die sich hier auskennen und ihr Wissen einbringen. Wie wächst der Sonnentau? Welche Algenarten kann ich in Vorpommern kultivieren? Wo kann ich Hanffasern verarbeiten? Gleichzeitig können wir neue, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der ganzen Welt mit diesem Wissen kombinieren. Beides ist noch kein Erfolgsgarant, denn es muss erst in wirksames Handeln übersetzt werden. Ich coache viele Startups &#8211; eine für mich interessante Beobachtung: internationale, diverse Teams brauchen zu Beginn zwar mehr Zeit, gemeinsame Werte auszuhandeln und eine eigene Vision zu entwickeln. Im Verlauf erweisen sich diese Teams aber als wesentlich robuster, flexibler und vor allem auch innovativer. Daher stellt Zuwanderung bei gleichzeitiger Integration für mich eine große Bereicherung dar.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656676775565" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Schwierigkeiten in der Umsetzung einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaftsform? </span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656678146379" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Erstens, Infrastruktur hilft ungemein. Warum kann ich nicht innerhalb einer Stunde mit der Bahn von Berlin in Greifswald sein? Warum können Bahnhöfe nicht belebte Orte sein, wo ich gern ankomme und abreise, Dienstleistungen der Stadt in Anspruch nehme oder regionale Produkte kaufe? Warum gibt es nicht überall in Vorpommern schnelles Internet? Ich spreche hier noch nicht von 5G. Diese Liste kann ich noch weit fortführen. All dies zieht nicht nur Tourist*innen, sondern auch vielfältige Talente in die Region.</p>
<p>Zweitens, Bildung ist unsere Zukunft. Wir wissen so viel und gleichzeitig so wenig. Mein Lieblingsbeispiel ist der Wegerich. Den gibt es in Vorpommern zuhauf. Wenn uns eine Mücke sticht, gehen wir in die Apotheke und kaufen einen elektronischen Anti-Juckreiz-Stift für um die 10 EUR. Der Blattsaft des Wegerichs lindert den Juckreiz auch und kostet (fast) nichts. Warum wissen wir solche einfachen Dinge nicht? Wie können wir Kreislaufwirtschaft erlebbar machen? Wie können wir auf Algen neugierig machen? Wie riecht ein Moor?</p>
<p>Drittens, eine einfache Frage „Was hindert uns?“ Bequemlichkeit? Angst? Fehlende Partner oder Netzwerk? Finanzierung des Wandels? Fehlende Vision? Oder fehlen einfach die nächsten kleinen Schritte? Die Frage: Wie und wann werde ich wirksam? beschäftigt mich bereits lange u. a. bei den Friends4Future (wirksame Formate und Spiele für Klima und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft) und im Berliner Urban Ideation Lab, wo wir derzeit die Ansiedlung von lokaler, urbaner Produktion im Herzen Berlins untersuchen. Diese und andere Erfahrungen bringe ich ebenfalls in Plant³ mit.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656676827597" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was kann Ihrer Einschätzung nach Plant³ oder andere Initiativen in der Region erreichen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656678205704" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>WIR!-Bündnisse (WIR! = Wandel durch Innovation in der Region, Förderlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung) wie <a href="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plant³</a>, <a href="https://artifarm.hochschule-stralsund.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ArtiFARM</a> oder <a href="http://www.biogeniv.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">biogeniV</a> können engagierte Menschen sowie Organisationen miteinander verbinden, die Politik beeinflussen und kommunikativ die Gesellschaft mitnehmen. Wir sehen schon heute, dass die Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Region wächst, aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Bündnissen. So lassen sich die Chancen Vorpommerns besser herausarbeiten und gezielt unterstützen. Wünschenswert wäre auch eine zunehmende Einbindung der Einwohner*innen. Das fördert die Identität mit und in der Region.</p>
<p>Vielleicht passen an dieser Stelle auch ein paar Worte zu unserem lebhaften, zehnköpfigen Beirat. Dieser bringt viel Wissen, Erfahrung und auch Netzwerk ein, von dem auch die jeweiligen Projektteams profitieren, aber wir auch voneinander lernen. Als Beispiel wäre hier die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Moorflächen zu nennen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656676972559" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was bedeuten die regionalen Entwicklungen in der Plant³-Region im nationalen und internationalen Kontext?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656678360336" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Produkte, die einmal aus diesen Projekten entstehen, können z. B. als eine Art Blaupause verfügbar werden oder &#8211; wo sinnvoll &#8211; als Open Source in anderen Regionen genutzt werden. In manchen Projekten werden auch Patente entstehen, die wiederum lizensiert werden können.</p>
<p>Alles in allem kann aus der Plant³-Region neben der regionalen, zugleich robusten und resilienten Wertschöpfung auch eine Strahlkraft im Inneren entstehen, die eine Anziehung nach außen ausübt. Dazu müssen wir die kleinen Geschichten erzählen, wie die essbare Alge im „Alge-mein-Brot“ mit Sanddorn-Marmelade aus der Land-Moor-Meer-Challenge.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656677020105" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Frau Zahn, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1656677204398" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><b>Contact</b></p>
<p>Urte Zahn<br />
Serial Entrepreneuerin und Plant³-Beiratsvorsitzende<br />
<a href="https://www.linkedin.com/in/urte-zahn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.linkedin.com/in/urte-zahn/</a><br />
<a href="http://www.urte-zahn.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.urte-zahn.de</a></p>

		</div>
	</div>
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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Prof. Dr. Sebastian Günther</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2022/02/21/plant%c2%b3-im-gespraech-mit-prof-dr-sebastian-guenther/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Mon, 21 Feb 2022 13:19:24 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=54255</guid>

					<description><![CDATA[Eines der am frühesten begonnenen Plant³-Projekte widmet sich der Erforschung der Moorpflanze „Sonnentau“, ihrer Heilkraft und ihren Anbaumöglichkeiten auf wiedervernässten Moorflächen. Der Sonnentau mag wie ein Spezialfall wirken, verdeutlichtet aber die Potenziale des Heilpflanzenanbaus für den Wandel zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Wirtschaftsweise in der Bioökonomie-Region Mecklenburg-Vorpommern. Darüber haben wir für Sie mit Prof. Dr. Sebastian Günther gesprochen. Prof. Günther leitet die Arbeitsgruppe „Pharmazeutische Biologie“ an der Universität Greifswald. Zusammen mit internen und externen Kooperationspartner*innen sind Prof. Günther und seine Arbeitsgruppe auf der Suche nach biogenen Quellen für die Entwicklung wirksamer Arzneimittel im Kampf gegen krankheitserregende Keime, und zwar weltweit ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p style="text-align: center;">© Philipp Müller</p>

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<div class="ult-spacer spacer-69dfce852b123" data-id="69dfce852b123" data-height="30" data-height-mobile="30" data-height-tab="30" data-height-tab-portrait="" data-height-mobile-landscape="" style="clear:both;display:block;"></div><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid vc_custom_1608021900846"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ im Gespräch mit Prof. Dr. Sebastian Günther</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448285835" >
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			<p>Eines der am frühesten begonnenen Plant³-Projekte widmet sich der Erforschung der Moorpflanze „Sonnentau“, ihrer Heilkraft und ihren Anbaumöglichkeiten auf wiedervernässten Moorflächen. Der Sonnentau mag wie ein Spezialfall wirken, verdeutlichtet aber die Potenziale des Heilpflanzenanbaus für den Wandel zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Wirtschaftsweise in der Bioökonomie-Region Mecklenburg-Vorpommern. Darüber haben wir für Sie mit Prof. Dr. Sebastian Günther gesprochen. Prof. Günther leitet die Arbeitsgruppe „Pharmazeutische Biologie“ an der Universität Greifswald. Zusammen mit internen und externen Kooperationspartner*innen sind Prof. Günther und seine Arbeitsgruppe auf der Suche nach biogenen Quellen für die Entwicklung wirksamer Arzneimittel im Kampf gegen krankheitserregende Keime, und zwar weltweit ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448309075" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Günther, warum sind biogene Quellen für die Entwicklung wirksamer Arzneimittel im Kampf gegen krankheitserregende Keime so wichtig?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448338891" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Pharmazie ist lange reine Phytopharmazie gewesen, bei der biogene Quellen genutzt wurden, um Wirkstoffe zu entwickeln. Mit dem Aufkommen der chemischen Synthese ist das in den Hintergrund geraten, denn man konnte auf diesem Weg viele neue Wirkstoffe herstellen, die auf natürlichem Weg nicht herstellbar gewesen wären. Mittlerweile erleben Naturstoffe eine Renaissance. Der Grund dafür ist einfach: Die Naturstoffe werden von Pflanzen und Tieren gebildet, um Fraßfeinde abzuwehren, d.h. um in Interaktion mit anderen zu treten. Dies hat sich in Jahrmillionen von Co-Evolution entwickelt. Bei einem Naturstoff gibt es also eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für eine Wechselwirkung mit Proteinen, Enzymen etc. eines anderen Organismus. Genau das ist es, was ein Arzneimittel schaffen soll.</p>
<p>Was in den letzten Jahren deutlich wurde, ist, dass Naturstoffe auch für die chemische Synthese sehr wichtig sind. Naturstoffe haben dabei zum einen eine Vorbildfunktion dafür, wie man synthetische Wirkstoffe entwickeln kann, und zum anderen kann man auch den natürlichen Wirkstoff selbst weiterentwickeln. Zum Beispiel basieren viele synthetisch hergestellte Lokalanästhetika und Morphine in der Schmerztherapie auf Naturstoffen, die synthetisch verändert wurden, um weniger Nebenwirkungen auszulösen. Und Antibiotika stammen alle aus Pilzen oder Bakterien, wenn auch manchmal in modifizierter Form. Aber wenn man sich die Stereochemie anschaut, d.h. wie unterschiedliche Atome in einem Molekül räumlich zueinanderstehen und miteinander wechselwirken, dann sieht man, dass die Vielfalt der Natur sich nicht herstellen lässt.</p>
<p>Übrigens sind viele rezeptfrei in den Apotheken erhältliche Mittel naturstoffbasiert. Die evidenzbasierte Phytopharmazie hat in den letzten zwanzig Jahren viele Abwehrkämpfe gegen den Vorwurf der Wirkungslosigkeit geführt. Inzwischen sind die Präparate in der Apotheke großteils sehr gut mit Doppelblindstudien geprüft und ihre Wirkung ist nachgewiesen, vor allem im Bereich der Atemwegs- und Harnwegsinfektionen. Das spiegelt sich in den aktuellen ärztlichen Leitlinien.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448369644" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welcher Anteil der in Deutschland produzierten Arzneimittel basiert auf Arzneipflanzen und woher stammen diese?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448386289" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Circa die Hälfte der in Deutschland produzierten Arzneimittel basiert auf biogenen Quellen. Der Hauptanbau von Heilpflanzen in Deutschland erfolgt in den vier Bundesländern Thüringen, Hessen, Bayern und Niedersachsen. Aber von den bei der Arzneimittelherstellung in Deutschland verwendeten Pflanzen sind circa 90% importiert, wobei circa 70% aus Wildsammlungen stammen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448403261" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Probleme gibt es bei der Beschaffung dieser Arzneipflanzen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448434806" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Die Arzneimittelhersteller stehen vor dem Grundproblem, Heilpflanzen in ausreichender Anzahl und Qualität zu bekommen. Das hat mehrere Gründe: Die verfügbaren Heilpflanzen erreichen oftmals nicht mehr die Qualität der Ausgangsstoffe, die gebraucht werden. Es gibt eine ganz strikte Analytik für Rückstände, wie Pyrrolizidinalkaloide, Schwermetalle, Pestizide etc. Außerdem steht der Heilpflanzenanbau in vielen Ländern in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmittelpflanzen. Und dort, wo sie nicht angebaut, sondern wild gesammelt werden, führt dies dazu, dass viele Pflanzen wegen der großen Nachfrage in ihrem Vorkommen bedroht sind.</p>
<p>In Bezug auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Biodiversität ist diese Situation heutzutage eigentlich nicht mehr tragbar. Die Arzneimittelhersteller wissen, dass sie nicht auf ihren Websites mit Qualität, Nachhaltigkeit und Naturnähe werben und gleichzeitig ihre Pflanzen aus Ländern bekommen können, wo Umweltschutz, Biodiversität oder grundlegende unverhandelbare Standards wie Demokratie keine Rolle spielen.</p>
<p>Wir beobachten seit einiger Zeit bei den Arzneimittelherstellern ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass sich etwas verändern sollte und dass es vernünftig wäre, manche Heilpflanzen wieder in Deutschland anzubauen. Das ist bisher ein monetäres Problem gewesen. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat aber gezeigt, wie weit und wie schwierig die internationalen Lieferketten sind und dass es leicht zu Lieferengpässen kommen kann.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448455366" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Bedeutung hat der Arzneipflanzenanbau für MV und welche Perspektive sehen Sie hier? </span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448496285" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Bisher ist Mecklenburg-Vorpommern kein starker Standort für den Arzneipflanzenanbau in Deutschland. Das kann und sollte sich ändern. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Standorte, die gut geeignet sind und auch von der Industrie so eingeschätzt werden. Phytopharmaka werden zwar nicht „bio“ hergestellt und man kann es nicht so auf das Etikett schreiben, aber die Voraussetzungen sind eigentlich noch höher als bei „bio“. Das Problem ist, dass dort, wo in Deutschland Arzneipflanzen angebaut werden, es schnell passieren kann, dass vom Nachbarfeld Pestizide herüberwehen und die Ernte nicht mehr für Arzneimittel verwendet werden kann. Und hier bietet sich MV an: MV ist ein Flächenland mit viel naturgeschütztem Raum. Hier ließen sich Flächen finden, die relativ unbeeinflusst von Nachbarflächen wären. Landwirte mit einer großen Fläche könnten zum Beispiel zentral in ihrer Fläche Heilpflanzen anbauen. Oder man nutzt die beginnende Wiedervernässung der Moore, denn wenn diese Flächen wieder Naturraum bzw. naturnahe Räume sind, dann könnten die Randgebiete für Heilpflanzenanbau genutzt werden.</p>
<p>Eine Rolle spielt auch die Klimaprognose. Hier in MV wird es wärmer und die Starkwetterereignisse nehmen zu, dennoch ist die Prognose günstiger als in den bisherigen Anbaugebieten in Süddeutschland. Zum Beispiel leidet der Minze-Anbau im Thüringer Becken extrem unter Trockenheit.</p>
<p>Wir haben also die Natur, die Fläche und eine relativ günstige Klimaprognose. Außerdem gibt es interessierte Landwirt*innen, die im Bereich des ökologischen Anbaus gerne etwas ausprobieren wollen, wie wir bei den Vorbereitungen des Runden Tischs „Potenziale des Heilpflanzenanbaus im nordöstlichen MV“ am 1.2.2022 gesehen haben. Und der Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen passt in die Grundidee vom „Gesundheitsland MV“.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448547848" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wie und warum engagieren Sie sich in diesem Bereich?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448610531" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Grundanliegen der pharmazeutischen Biologie ist zu fragen: wo finde ich Ressourcen, die noch nicht untersucht worden sind, für eine ganz bestimmte Indikation? Wir suchen und untersuchen biogene Ressourcen auf ihre Wirkung gegen Bakterien, Pilze und auch gegen Viren.</p>
<p>Der Sonnentau ist für uns ein interessanter Sonderfall: Es handelt sich um eine heimische Pflanze, die genau in dem Bereich zu wirken scheint, der uns in der Forschung interessiert, und wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts tatsächlich so angewandt. Im 18. Und 19. Jahrhundert haben die Menschen ihn in den Mooren gesammelt, um ihn gegen Atemwegsinfektionen einzusetzen, bis er letztlich weggesammelt war, noch dazu, als die Moorflächen wegen der Trockenlegungen zurückgingen. Im DDR-Arzneibuch stand er noch bis 1950 und wurde dann trotz seiner bekannten Wirkung gestrichen, weil er so gut wie nicht mehr vorhanden war.</p>
<p>Durch Paludikultur wird Sonnentau jetzt wieder verfügbar und unsere Studien zeigen, dass er in durchaus erreichbarer Konzentration über eine Wirkung gegen multiresistente Keime verfügt. Sonnentau ist also eine Pflanze, deren Wirkung bekannt war, aber jahrelang nicht beforscht wurde, weil sie nicht verfügbar war – jetzt geht das wieder! Diese Kombination findet man relativ selten und interessiert uns daher besonders. Wir konnten übrigens zeigen, dass die hiesige Spezies besser wirksam ist als Importware. Bisher konnte man Sonnentau aus Madagaskar erhalten, der dort aus dem Moor wild gesammelt wird, aber nicht die gleiche Qualität erreicht.</p>
<p>Unsere Erkenntnisse zum Sonnentau möchten wir nicht nur wissenschaftlich nutzen. Wir sollten als Uni ins Land hineinstrahlen. Die pharmazeutische Biologie kann mit der Erforschung und Aufbereitung des Wissens zum Sonnentau dazu beitragen, und auch mit Erkenntnissen zu anderen, klassischen Arzneipflanzen. Für die Anbau- und Verwendungspraxis vielversprechend sind Klassiker wie Pfefferminze, Kamille, Melisse, Baldrian, die hier gut wachsen würden. Sie sind eigentlich „ausgeforscht“ und ihre Wirkung ist bereits untersucht und erwiesen.</p>
<p>Wir beobachten bei den Pharmafirmen ein wachsendes Interesse an regional angebauten Arzneipflanzen. Diese Umstellung ist ein Prozess, der von uns unterstützt werden muss. Da kann die Universität sich einbringen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448636560" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Günther, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_separator wpb_content_element vc_separator_align_center vc_sep_width_100 vc_sep_pos_align_center vc_custom_1645448672109 wpb_content_element wpb_animate_when_almost_visible wpb_fadeIn fadeIn vc_separator-has-text" ><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_l"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span><h4>Forschungsprojekte der Arbeitsgruppe „Pharmazeutische Biologie"</h4><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_r"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span>
</div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448686787" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Zu den aktuellen Forschungsprojekten zählen unter anderem das Plant³-FuE-Projekt „Sonnentau aus MV &#8211; mit synergistischer Wirkung gegen multiresistente Keime (SaMV)“ zum im Interview angesprochenen Sonnentau. Im Zusammenhang mit der Plant³-Förderung durch das BMBF konnte als innovationsfördernde Infrastruktur eine klimatisierte mobile Pflanzenforschungs- und Pflanzenproduktionskammer und eine Hydroponik-Pilotanlage beschafft werden. Zusammen mit dem Innovations- und Bildungszentrum Hohen Luckow e.V. (IBZ) untersucht die Arbeitsgruppe im „Innovationsverbund Heilpflanzen in MV“ neue Anbautechniken für Heilpflanzen, die zuverlässig die gleiche Qualität liefern. Dies wird intensiviert am Modellstandort „RüBio“ im „Innovationsraum Bioökonomie auf Marinen Standorten“.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1645448837386" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><b>Contact</b></p>
<p>Prof. Dr. Sebastian Günther<br />
Institut für Pharmazie/LPG Pharmazeutische Biologie<br />
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17<br />
17489 Greifswald<br />
Mail: <a href="mailto:sebastian.guenther@uni-greifswald.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sebastian.guenther@uni-greifswald.de</a><br />
Web: <a href="https://pharmazie.uni-greifswald.de/institut/abteilungen/pharmazeutische-biologie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pharmaceutical Biology</a> und <a href="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/project/sonnentau-aus-m-v/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sonnentau aus M-V</a></p>

		</div>
	</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Sven Olsen</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2021/07/14/sven-olsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Wed, 14 Jul 2021 08:45:16 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=53248</guid>

					<description><![CDATA[Die IHK zu Rostock ist seit März 2021 Mitglied im Plant³-Bündnis und wird von Sven Olsen im Lenkungskreis des Plant³-Bündnisses vertreten. Herr Olsen ist Leiter des Geschäftsbereiches Innovation, Umwelt, Verkehr, Maritime Wirtschaft, ein Geschäftsbereich, der unserem Bündnis viele Anknüpfungsmöglichkeiten bietet. Wir haben den Diplom-Politologen zum Engagement der IHK zu Rostock befragt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="ult-spacer spacer-69dfce85331cf" data-id="69dfce85331cf" data-height="20" data-height-mobile="20" data-height-tab="20" data-height-tab-portrait="" data-height-mobile-landscape="" style="clear:both;display:block;"></div><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid vc_custom_1608021900846"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ im Gespräch mit Sven Olsen von der IHK zu Rostock</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626860425260" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Die IHK zu Rostock ist seit März 2021 Mitglied im Plant³-Bündnis und wird von Sven Olsen im Lenkungskreis des Plant³-Bündnisses vertreten. Herr Olsen ist Leiter des Geschäftsbereiches Innovation, Umwelt, Verkehr, Maritime Wirtschaft &#8211; ein Geschäftsbereich, der unserem Bündnis viele Anknüpfungsmöglichkeiten bietet. Wir haben den Diplom-Politologen zum Engagement der IHK Rostock befragt.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626861441753" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Olsen, die IHK Rostock ist seit kurzem Mitglied des Plant³-Bündnisses und Sie vertreten die Kammer im Plant³-Lenkungskreis. Warum engagiert sich die IHK Rostock in Plant³?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626861462733" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Die IHK Rostock hat intensiv an der Formulierung und Entstehung der im Herbst 2020 beschlossenen <a href="https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/Service/Publikationen?id=23265&amp;processor=veroeff" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regionalen Innovationsstrategie (RIS) für MV</a> mitgewirkt. In der RIS werden die zentralen technologischen Handlungsfelder Mecklenburg-Vorpommerns für die nächsten Jahre festgelegt. Das Thema Bioökonomie nimmt dabei als ein zentrales Querschnittsthema vieler Handlungsfelder eine bedeutende Rolle ein. Durch unser Engagement bei Plant³ möchten wir unsere zugehörigen Unternehmen stärker für die Potentiale, die das Thema Bioökonomie bietet, sensibilisieren, zu ihrer Vernetzung in unserem IHK-Bezirk beitragen und dieses technologische Zukunftsfeld für das Bundesland insgesamt voranbringen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626860480425" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Plant³ hat das Ziel, das nordöstliche Mecklenburg-Vorpommern zu einer Modellregion für Bioökonomie zu entwickeln. Wo sehen Sie das größte Potential dafür?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1625676255024" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Mecklenburg-Vorpommern ist mit seinen Bereichen Land, Meer und Moor reich an natürlichen Ressourcen und hat daher große Potentiale, beim Thema „Bioökonomie“ zu einem nationalen und internationalen Vorreiter zu werden. Traditionell trägt in MV die Land- und insbesondere die Ernährungswirtschaft zu einer im Vergleich zu Gesamtdeutschland überproportionalen regionalen Wertschöpfung bei. Durch die sehr gute Infrastruktur, den hohen Ausbildungsstand der Akteure sowie das dichte Netzwerk der hiesigen Forschungseinrichtungen bieten sich hervorragende Rahmenbedingungen, die Bioökonomie als Katalysator für innovative Entwicklungen zu nutzen und somit mittelfristig zu mehr Wertschöpfung in der Land- und Ernährungswirtschaft in MV beizutragen. Dabei spielt sicherlich auch die verstärkte Einbindung von KI und Digitalisierung sowie die intensivere Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Playern eine wichtige Rolle.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1625674166768" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Herausforderungen in der Umsetzung einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaftsform in unserer Bündnisregion?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1625674231207" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Mit dem europäischen Grünen Deal soll der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft erreicht und umfangreiche Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt werden. Dies stellt gerade viele kleine und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Wichtig ist es daher, dass sich die Betriebe stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen und die Chancen einer effizienteren Ressourcennutzung sowie einer kreislauforientierten Wirtschaft erkennen. Eine der Aufgaben unseres Bündnisses sehe ich darin, weiterhin auf diesen wirtschaftlichen Wertewandel hin zu einer nachhaltigen und biobasierten Wirtschaft hinzuwirken und die Unternehmen der Region dabei durch intensive Kommunikation auch mitzunehmen.<br />
Die Corona-Pandemie hat eine beschleunigende Wirkung auf das Megathema Digitalisierung ausgelöst. Eine weitere Herausforderung wird deshalb sein, die Potentiale von nachhaltiger Bioökonomie und digitaler Transformation zu verbinden, sie volkswirtschaftlich zu nutzen und hierbei Aspekte wie Arbeit 4.0, Umwelt, Technologie und Gesundheit zu berücksichtigen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1625674257302" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was ist Ihre ganz persönliche Vision von Bioökonomie?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1625674287046" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Meine persönliche Vision ist, dass die großen Chancen, die Mecklenburg-Vorpommern in Bezug auf das Thema Bioökonomie bietet, vollumfänglich genutzt werden und unser Bundesland durch enge Zusammenarbeit aller Akteure zu einem Leuchtturm für innovative Entwicklungen und Anwendungen deutschlandweit und international wird. Beim Thema Bioökonomie sollten Politik, potentielle Investoren und Unternehmen künftig zuallererst an M-V denken.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1625674331548" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Olsen, wir danken Ihnen für das Gespräch und freuen uns auf die Zusammenarbeit im Lenkungskreis von Plant³!</span></em></span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_separator wpb_content_element vc_separator_align_center vc_sep_width_100 vc_sep_pos_align_center vc_custom_1626861515598 wpb_content_element wpb_animate_when_almost_visible wpb_fadeIn fadeIn vc_separator-has-text" ><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_l"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span><h4>IHK Rostock</h4><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_r"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span>
</div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626861560742" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Für etwa 36.000 Unternehmen vertritt die <a href="https://www.rostock.ihk24.de/innovation-und-umwelt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IHK Rostock</a> die Interessen der gewerblichen Wirtschaft. Dabei berät sie Unternehmen, bündelt deren Interessen gegenüber Politik und Verwaltung und bildet Menschen aus und weiter. Seit Dezember 2020 ist die IHK Rostock Partner im Mittelstand 4.0 <a href="https://www.rostock.ihk24.de/servicemarken/ueber-uns/kompetenzzentrum-4-0-mittelstand-rostock-5057168" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kompetenzzentrum Rostock</a>, wo Unternehmer*innen auf ihrem Weg in die Digitalisierung unterstützt werden. Der Bezirk der IHK Rostock umfasst die Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie die Landkreise Rostock und Vorpommern-Rügen, und damit einen wesentlichen Teil der Plant³-Region.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1626861573840" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><b>Contact</b></p>
<p>IHK Rostock</p>
<p>Ernst-Barlach-Straße 1-3</p>
<p>18055 Rostock</p>
<p>Fon: +49 (0) 381 338-0</p>
<p><a href="/en/info@rostock.ihk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">info@rostock.ihk.de</a></p>

		</div>
	</div>
<div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Prof. Dr. Beatrice Großjohann</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2020/12/15/prof-dr-beatrice-grossjohann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Tue, 15 Dec 2020 08:41:18 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=52505</guid>

					<description><![CDATA[Im September 2020 wurde das Bioökonomiezentrum Anklam eröffnet. Betreiber ist unser Plant³-Bündnispartner, die Food &#038; Pharma Services Anklam GmbH (FPS GmbH). Deren Geschäftsführerin ist Prof. Dr. Beatrice Großjohann, die darüber hinaus an der Hochschule Neubrandenburg im Studiengang Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie unterrichtet. Wir haben die Biochemikerin zu ihren Plänen und Visionen für das Bioökonomiezentrum Anklam und zur Bioökonomie insgesamt im östlichen Vorpommern befragt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1608021875151 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608021675735" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 10pt;"> © Cordula Feck PHOTOGRAPHY</span></p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>
<div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid vc_custom_1608021900846"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ – Meinungsmacher*innen im Gespräch: Prof. Dr. Beatrice Großjohann</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608021706446" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Im September 2020 wurde das Bioökonomiezentrum Anklam eröffnet. Betreiber ist unser Plant³-Bündnispartner, die Food &amp; Pharma Services Anklam GmbH (FPS GmbH). Deren Geschäftsführerin ist Prof. Dr. Beatrice Großjohann, die darüber hinaus an der Hochschule Neubrandenburg im Studiengang Lebensmittel- und Bioprodukttechnologie unterrichtet. Wir haben die Biochemikerin zu ihren Plänen und Visionen für das Bioökonomiezentrum Anklam und zur Bioökonomie insgesamt im östlichen Vorpommern befragt.</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020483446" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Frau Großjohann, Sie leiten das neueröffnete BioÖkonomiezentrum in der Nähe von Anklam. Was genau passiert dort und welche Pläne gibt es für die Zukunft des Standorts?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020455554" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Das Motto des neuen BioÖkonomiezentrums (BÖZ) ist: „Wirtschaft trifft angewandte Bioökonomie!“ Es ist ein Ort, an dem bioökonomischer Innovationsgeist und Forschungsdrang unterschiedlicher Wissenschafts- und Wirtschaftssektoren direkt mit den universitären Einrichtungen des Landes zusammenarbeiten. Bioökonomie ist DER Megatrend! Eine rasant wachsende Weltbevölkerung, der deutlich spürbare Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt bei gleichzeitig weltweit knapper werdenden Ressourcen und Nutzflächen sowie ein neu hinzugekommener globaler Infektionsdruck durch Pandemien – dies ist die Ausgangssituation. Die Herausforderung besteht in einem gesamtgesellschaftlichen Strukturwandel mit dem Ziel, ökonomisches Wachstum mit ökologischer Verträglichkeit zu vereinen.</p>
<p>Dieser Aufgabe stellen sich hier zahlreiche Akteure. Sie wollen mit ihren Ideen in die Region Vorpommern investieren und finden hierfür im BÖZ einen fruchtbaren Nährboden. Wie es für einen Schmelztiegel typisch ist, begegnen sich hier vielfältiges Know-how und Fachkompetenzen in großer räumlicher Nähe, wodurch – teilweise überraschend neue &#8211; Synergieeffekte entstehen.</p>
<p>Derzeit sind zwölf Mieter an unserem Standort ansässig, wovon die meisten einen bioökonomischen Schwerpunkt haben. Firmen wie die Anchor Pharmaceuticals GmbH oder die Grinol GmbH sind mit ihren wissenschaftlichen Ansätzen Sinnbilder des Standorts hinsichtlich der Steigerung der Nachhaltigkeit über den Weg der Ressourceneinsparung und der Minimierung von Emissionen. Die neu eingerichtete Akademie ist unser Zentrum des Wissensaustausches. Als Schulungszentrum ist sie offen für alle Unternehmen, welche sich an der Strukturentwicklung der Region beteiligen wollen.</p>
<p>Wir wollen in der Region für die Relevanz und die Notwendigkeit des bioökonomischen Strukturwandels sensibilisieren, Firmen und Forschungseinrichtungen und Kommunen &#8211; zusammenführen und miteinander ins Gespräch bringen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020477336" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Die FPS GmbH ist Mitglied in Plant³. Welche Rolle spielt ihr Unternehmen in dem Bioökonomiebündnis?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020497252" >
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			<p>Es besteht eine sehr enge, facettenreiche Verbindung zwischen dem Plant<sup>3</sup>-Bündnis und dem BioÖkonomiezentrum Anklam, da uns das Ziel eint, die Vorzüge der Region Vorpommern mit den vielfältigen nachwachsenden Ressourcen stärker zu nutzen und die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung durch Wissen, Innovation und strukturellen Wandel unter bioökonomischen Gesichtspunkten voranzutreiben. Sowohl das Plant<sup>3</sup>-Bündnis als auch das BÖZ haben sich der Vision verschrieben, einen spürbaren Beitrag zum Wandel von der erdölbasierten Wirtschaft hin zu einer Wirtschaft aus nachwachsenden Rohstoffen zu leisten.</p>
<p>FPS ist ein Teil des Bioökonomiebündnisses Plant<sup>3</sup>. Wir arbeiten aktuell gemeinsam mit drei weiteren Firmen an einem innovativen Projekt, das nachhaltige, ökologische Produkte auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe entwickelt.</p>
<p>Darüber hinaus bietet FPS den angesiedelten Firmen wichtige Essentials. Es ist zwingend notwendig, dass die Firmen unter unserem Dach in einer absehbaren Zeit Geld verdienen müssen. Eine tolle Idee bzw ein ausgereiftes Produkt allein genügen jedoch nicht. Vor der Markteinführung müssen in der Regel aufwendige Regularien und gesetzliche Anforderungen beachtet werden. Es braucht Labordiagnostik und nicht selten ein Zulassungsverfahren. Die FPS bietet für dies alles das notwendige Know-How und unterstützt gern.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020527337" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Sie sind zudem Dozentin an der Hochschule Neubrandenburg im Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaft. Welche inhaltlichen Überschneidungen zum Thema Bioökonomie sehen Sie zwischen Ihrer Lehrtätigkeit und Ihrer Funktion als Geschäftsführerin in der Wirtschaft?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020541504" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Die Überschneidungen sind vielfältig. Beispielsweise wurde 2019 an der Hochschule ein Wahlpflichtfach „Nutzung regenerativer Energien/ Bioökonomie“ eingerichtet. Einerseits ist die Hochschule Neubrandenburg als Hochschule der angewandten Wissenschaften mit einem ihrer Schwerpunkte in der regionalen ökologischen Struktur direkt mit dem Gedanken der Bioökonomie verwachsen. Andererseits ist auch sie ein Schmelztiegel neuer Ideen und Innovationen. So fließen aktuelle Entwicklungen in der Bioökonomie und deren regionale Besonderheiten in meine Lehrtätigkeit ein. Dies ist aber keine Einbahnstraße. Einige Mitarbeiter der FPS Anklam GmbH sind ehemalige Studierende der Hochschule Neubrandenburg und diese engagieren sich nun auch in ihrem Arbeitsalltag in bioökonomischen Projekten.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020556384" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Plant³ hat das Ziel eine Modellregion für Bioökonomie zu werden. Wo sehen Sie das größte Potenzial dafür?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020574277" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Plant³ untergliedert sich ja in die drei Handlungsfelder Land, Moor und Meer. Drei Bereiche, in denen das Potential der Bioökonomie sehr stark sichtbar wird und welche direkt vor unserer Haustür als Schatzkammern des Wissens und der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit lagern. Hinzu kommt, dass Mecklenburg-Vorpommern und Vorpommern im Speziellen eine Kombination aus hoher Flächenverfügbarkeit und einer prägenden Forschungslandschaft mitbringt.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020668800" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Schwierigkeiten in der Umsetzung?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020677675" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Die größte Schwierigkeit sehe ich derzeit in den langwierigen Antragsphasen für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf Landes- sowie auf Bundesebene. Diese erschweren die kontinuierliche Bearbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen und innovativen Ideen. Insbesondere für Start-ups ist die überbordende Bürokratie bei der Beantragung von Fördermitteln ein Entwicklungshemmnis.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020619294" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo wünschen Sie sich mehr Unterstützung, zum Beispiel aus der Politik?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020689153" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Ich denke, dass es für Leuchtturmprojekte, die sich mit Schlüsselthemen beschäftigen, verkürzte Verfahren und eine unbürokratische Unterstützung geben sollte. Eine vereinfachte Antragsphase zur finanziellen und zeitlichen Entlastung von KMU‘s wäre wünschenswert. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Unterstützung nachhaltiger wird u.a. eine Verlängerung von Projekten leichter möglich wird, um begonnene Themen zu vertiefen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020704986" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was ist Ihre ganz persönliche Vision zum Thema Bioökonomie?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020717655" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Mein Ziel ist es, zum Aufbau einer in Teilen regionalen Kreislaufwirtschaft beizutragen, die durch eine optimale Verwertung sowie Mehrfachnutzung von Rohstoffen und Produkten Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit möglich macht. Dabei wollen wir Arbeitsplätze schaffen, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen Umsätze generieren und uns am Markt behaupten können.</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_separator wpb_content_element vc_separator_align_center vc_sep_width_100 vc_sep_pos_align_center vc_custom_1608020350281 wpb_content_element wpb_animate_when_almost_visible wpb_fadeIn fadeIn vc_separator-has-text" ><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_l"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span><h4>Bioökonomiezentrum Anklam</h4><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_r"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span>
</div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608020335652" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Das Bioökonomiezentrum Anklam wurde am 1. September 2020 in Relzow bei Anklam feierlich in Anwesenheit von Vertretern der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, des Landkreises Vorpommern-Greifswald, der Gemeinde Murchin und der Stadt Anklam sowie den Nutzern eröffnet. Dank privater Initiative der Unternehmerin Prof. Dagmar Braun aus Greifswald entwickelt sich aus einer ehemaligen Großschlachterei in Vorpommern ein Kompetenzzentrum für nachhaltiges Wirtschaften. Von den 13.000 m² Fläche waren zur Eröffnung 60 Prozent an neun Unternehmen vermietet, darunter weitere Plant³-Bündnismitglieder. Betreiber ist dieFood &amp; Pharma Services Anklam GmbH (FPS Anklam GmbH). Das Unternehmen erbringt Dienstleistungen, insbesondere mikrobiologische und analytischen Laborleistungen für Arzneimittelwirkstoffe, Fertigarzneimittel und Lebensmittel sowie Schulungen im Food- und Pharmabereich.</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608021294252" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><b>Contact</b></p>
<p>Bioökonomiezentrum Anklam</p>
<p>c/o FPS GmbH</p>
<p>An der Redoute 1, 17390 Murchin</p>
<p>Fon: +49 (0) 3971-2930587</p>
<p><a href="mailto:info@fpsanklam.com">info@fpsanklam.com</a></p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>

	<div  class="wpb_single_image wpb_content_element vc_align_center">
		
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			<div class="vc_single_image-wrapper   vc_box_border_grey"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/wp-content/uploads/2020/12/Eröffnung-Bioökonomiezentrum-Anklam-1024x576.jpg" class="vc_single_image-img attachment-large" alt="" title="Eröffnung Bioökonomiezentrum Anklam" srcset="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/wp-content/uploads/2020/12/Eröffnung-Bioökonomiezentrum-Anklam-1024x576.jpg 1024w, https://biooekonomie.uni-greifswald.de/wp-content/uploads/2020/12/Eröffnung-Bioökonomiezentrum-Anklam-300x169.jpg 300w, https://biooekonomie.uni-greifswald.de/wp-content/uploads/2020/12/Eröffnung-Bioökonomiezentrum-Anklam-768x432.jpg 768w, https://biooekonomie.uni-greifswald.de/wp-content/uploads/2020/12/Eröffnung-Bioökonomiezentrum-Anklam.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px"  data-dt-location="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2020/12/15/prof-dr-beatrice-grossjohann/eroeffnung-biooekonomiezentrum-anklam/" /></div>
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	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1608021594840" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>v.l.n.r.: Prof. Dr. Beatrice Großjohann (Leitung des BioÖkonomiezentrums Anklam), Michael Galander Bürgermeister der Stadt Anklam), Prof. Dr. Dagmar Braun (Investorin, Eigentümerin), Jörg Hasselmann (Vizelandrat im Landkreis Vorpommern-Greifswald), Sven Rüger (Vorstandsvorsitzender des BioCon Valley)</p>
<p>Foto: Simone Matthey</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>
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</div>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Dr. Ulf Menyes</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2020/08/18/dr-ulf-menyes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Tue, 18 Aug 2020 07:52:21 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=51970</guid>

					<description><![CDATA[Seit der Konzeptphase von Plant³ bringt sich Ulf Menyes mit vielen Ideen und Kontakten intensiv in das Bündnis ein. Als Mitglied des Lenkungskreises trägt er zur Umsetzung der inhaltlichen und methodischen Ziele der Bündnisstrategie bei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Mit Enzymen den Wandel zur biobasierten Wirtschaft voranbringen</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597733224347" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Seit der Konzeptphase von Plant³ bringt sich Ulf Menyes mit vielen Ideen und Kontakten intensiv in das Bündnis ein. Als Mitglied des Lenkungskreises trägt er zur Umsetzung der inhaltlichen und methodischen Ziele der Bündnisstrategie bei. Ulf Menyes ist Vorstandsvorsitzender des Greifswalder Biotechnologieunternehmens Enzymicals AG. Im Interview spricht der Chemiker über seine Aktivitäten, Ziele und Visionen für eine Modellregion Bioökonomie im östlichen Vorpommern.</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597655201580" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Menyes, was wollen Sie mit Plant³ in der Region erreichen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1599730615421" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Für mich als Unternehmer steht ein Strukturwandel, wie ihn sich der Fördermittelgeber wünscht, im engen Zusammenhang mit der Schaffung von Wertschöpfungsketten und zwar in unserer noch strukturschwachen Region. Nur durch die Herstellung von Produkten, in diesem Fall aus Pflanzen (Plant) von den drei unterschiedlich zu bewirtschaftenden Flächen (Plant<sup>3</sup>) Land, Moor, Meer können die pflanzenproduzierenden, -erntenden und -verarbeitenden Unternehmen in der Region Umsätze erzielen. Das schafft Arbeitsplätze für die Region und gibt den Menschen eine Arbeits- und Bleibeperspektive. Strukturwandel ist eine Generationenaufgabe, und Plant³ – und nicht nur dieses WIR!-Bündnis – ist ein sehr guter Anstoß, um mit dieser mindestens 20- bis 30-jährigen Aufgabe zu beginnen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597735737016" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Welche Rolle spielt Ihr Unternehmen Enzymicals dabei?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1599730699406" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Die Produkte der Enzymicals AG sind, wie der Name schon in sich ausdrückt, <strong>Enzym</strong>e, mit enzymatischen Prozessen hergestellte Feinchem<strong>ikal</strong>ien und die Entwicklung von Herstellungs-Prozess-Lösungen (engl. Production process <strong>s</strong>olutions). Enzyme kommen aus dem Werkzeugkasten der Natur und sind dort Hilfsstoffe (Katalysatoren), um die biochemischen Reaktionen, die überall in der Natur ablaufen, überhaupt möglich zu machen.</p>
<p>Enzymicals will dazu beitragen, pflanzliche Produkte mittels der Katalysatoren aus der Natur, den Enzymen, ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu gewinnen und, wo es notwendig ist, diese durch gezielte biochemische Veränderungen an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen.<span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597733721170" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Sie sind seit mehr als zehn Jahren im Bereich der industriellen Biotechnologie aktiv. Welche Erfolge können Sie für die Bioökonomie verbuchen?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597737337967" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Unser größter Erfolg ist es, das Unternehmen seit seiner Gründung 2009 von einem Start-up der Universität Greifswald zu einem weltweit beachteten unabhängigen Unternehmen der industriellen Biotechnologie (weiße Biotechnologie) entwickelt zu haben. Mit unseren jetzt 18 Mitarbeitern sind wir seit 2015 profitabel, also nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung unserer strategischen Investoren, beides ebenfalls Firmen im weitesten Sinne aus dem Tätigkeitsfeld der Bioökonomie, angewiesen. Das verdanken wir auch einem großen Netzwerk an Kunden und Partnern, die uns bei der Umsetzung von Prozesslösungen zu Produkten (Wertschöpfungsketten) helfen.</p>
<p>Praktische Beispiele für diese Wertschöpfungsketten gibt es einige. Aus gegenseitigen Geheimhaltungsgründen mit den Partnerunternehmen kann ich nur zwei bereits erfolgreiche und ein zukünftiges nennen, die im weitesten Sinne mit den Zielen von Plant<sup>3</sup> übereinstimmen.</p>
<ol>
<li>Gemeinsam mit der Zuckerfabrik Anklam (Cosun Beet Company GmbH &amp; Co. KG) haben wir durch den gezielten Einsatz bestimmter Enzyme in der Produktion an der ökonomischen Verbesserung des Zuckerherstellungsprozesses gearbeitet.</li>
<li>Mit einem Unternehmen aus der Faserherstellungsindustrie haben wir gemeinsam einen Prozess entwickelt, Kunststofffasern auf der Basis von nachwachsenden Pflanzenstoffen herstellen zu können.</li>
<li>Innerhalb von Plant³ arbeiten wir zusammen mit weiteren Partnern an der Erforschung und Entwicklung von speziellen Zuckern aus Algen. (<a href="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/project/pilotprojekt-zur-gewinnung-neuartiger-mariner-zucker/">Projekt MarZucker</a>)</li>
</ol>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597734254805" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Herausforderungen in der Umsetzung einer nachhaltig biobasierten Wirtschaftsform?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597735679967" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Da gibt es viele und wird es auch in Zukunft viele geben. Der Transformationsprozess von einer auf fossilen Rohstoffen wie Erdöl und Kohle basierten Wirtschaft hin zu einer nachhaltigen biobasierten ist ein langwieriger Prozess, der viel Geduld, Wissen und Akzeptanz von allen Akteuren, aber vor allem von der Gesellschaft braucht.</p>
<p>Die Produkte unserer fossilen Wirtschaft, an die sich die heutige Gesellschaft gewöhnt hat, sollen nichts oder nur sehr wenig kosten und sie müssen immer, an jedem Ort und sofort vorhanden sein. Diese „Bequemlichkeit“ ist das Ergebnis eines Prozesses, der während der industriellen Revolution über wenige hundert Jahre entwickelt und stetig weiter optimiert worden ist. Nun ist die große Herausforderung, dieser „Bequemlichkeit“ der Gesellschaft in kürzester Zeit gerecht zu werden und das möglichst mit dem gleichen oder sogar höheren Erwartungshorizont an die Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen.</p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1597737345367" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Machen wir es am Beispiel unserer Textilien und sonstigen Kunststoffe konkret. Die heutigen Textilien und Kunststoffe werden im Multimillionen Jahrestonnenmaßstab extrem billig hergestellt und als „Ramschware“ veräußert. Diese Waren werden sehr schnell gegen ein neues Produkt mit der gleichen Funktionalität ausgetauscht, obwohl oft nur ein moralischer und nicht wirklich ein echter Verschleiß des alten Produktes besteht.<br />
Daraus ergeben sich mindestens zwei Herausforderungen für die biobasierte Wirtschaft. Sie muss es schaffen, die Rohstoffe, die für die Herstellung des biobasierten Textils und Kunststoffes benötigt werden, schnell und in den Mengen zu produzieren wie bisher aus den fossilen Rohstoffen. Wenn das nicht gelingt, werden die Preise für Textilien und Kunststoffe nie wettbewerbsfähig sein. Außer die Masse der Verbraucher wäre bereit, einen höheren Preis für die biobasierten Produkte zu zahlen. Die zweite Herausforderung ist die biobasierte Kreislaufwirtschaft an sich. Die meisten unserer fossilen Textilien und Kunststoffe werden bestenfalls verbrannt oder landen aus Kostengründen der billigen Entsorgung im Meer, sind dort aber nicht abbaubar und reichern sich in riesigen Mengen an mit allen negativen Folgen für die Umwelt. Die Aufgabe für die heutige Zeit und zwar möglichst schnell, ist es, biologisch abbaubare und damit als Nahrungsstoffe für nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung stehende Textilien und Kunststoffe zu entwickeln. Oder im nächsten Schritt die Textilien und Kunststoffe durch technologische Prozesse ökologisch nachhaltig aufzulösen, so dass die molekularen Grundbausteine dieser Produkte wieder zugänglich werden und daraus neue Textilien und Kunststoffe hergestellt werden können. Und das möglichst kostengünstig, damit dieser echte Recyclingprozess der Kreislaufwirtschaft den Preiswettbewerb zum fossilen Produkt überhaupt bestehen kann.</p>
<p>Auch an solchen Entwicklungen arbeitet unser Unternehmen in den nächsten Jahren mit.<span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389368924" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was ist Ihre ganz persönliche Vision von Bioökonomie?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1599731388467" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Meine persönliche Vision von Bioökonomie ist es, dass es der Bioökonomie in mehreren Jahrzehnten, nicht Jahrhunderten, zumindest in Teilen gelingt, zu einer echten Kreislaufwirtschaft im Einklang mit der Natur und auch mit den Wünschen der Gesellschaft nach „Bequemlichkeit“ beizutragen.</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_separator wpb_content_element vc_separator_align_center vc_sep_width_100 vc_sep_pos_align_center vc_custom_1597735567984 wpb_content_element wpb_animate_when_almost_visible wpb_fadeIn fadeIn vc_separator-has-text" ><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_l"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span><h4>Enzymicals AG</h4><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_r"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span>
</div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1599731506507" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p>Der Fokus der Enzymicals AG liegt auf der Bereitstellung integrierter Lösungen für biokatalytische Anwendungen. Das Unternehmen entwirft, entwickelt und realisiert kostengünstige, nachhaltige und skalierbare chemo-biokatalytische Routen. Enzymicals bietet dafür eine anerkannte Expertise in der Anwendung enzymatischer Prozesse für die Synthese komplexer Chemikalien bis in den industriellen Maßstab. Der Service deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab bis hin zu einem maßgeschneiderten Prozess für eine spezielle Anwendung: Enzym-Identifikation, -Expression, -Charakterisierung, Verbesserung und Anwendung in einem effizienten Produktionsprozess.</p>
<p class="p1"><span class="s1"> </span></p>

		</div>
	</div>
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			<a href="https://www.witeno.de/de/witeno/" target="_blank"  class="vc_single_image-wrapper   vc_box_border_grey layzr-bg"   ><img loading="lazy" decoding="async" width="260" height="148" src="data:image/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg' viewBox%3D'0 0 260 148'%2F%3E" data-src="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/wp-content/uploads/2020/07/Enzymicals-AG-1.jpg" class="lazy-load vc_single_image-img attachment-medium" alt="" title="Enzymicals AG"  data-dt-location="https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/enzymicals-ag/" /></a>
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			</item>
		<item>
		<title>Plant³ im Gespräch mit Prof. Dr. Daniel Schiller</title>
		<link>https://biooekonomie.uni-greifswald.de/en/2020/06/09/prof-dr-daniel-schiller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Theel]]></dc:creator>
		<pubdate>Tue, 09 Jun 2020 09:39:23 +0000</pubdate>
				<category><![CDATA[Im Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Plant³-Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Häufig angefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Plant3]]></category>
		<guid ispermalink="false">https://biooekonomie.uni-greifswald.de/?p=30310</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner vc_custom_1591696659725"><div class="wpb_wrapper"><h3 style="text-align: left" class="vc_custom_heading vc_do_custom_heading" >Plant³ – Bioökonomie für den Strukturwandel in Nordostdeutschland</h3></div></div></div></div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591696855862" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Der dünn besiedelte Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns mit seinen Agrarflächen, Moorgebieten und der Ostsee besitzt ein enormes Potenzial für eine nachhaltige wirtschaftliche Nutzung. Vor diesem Hintergrund möchte das Bündnis Plant³ einen innovationsbasierten regionalen Strukturwandel auf Basis der Bioökonomie anstoßen. Bündnissprecher Daniel Schiller ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Universität Greifswald. Im Interview spricht er über Pläne, Ziele und Visionen für eine Modellregion Bioökonomie.</span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389325648" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Herr Schiller, Plant³ gehört zu 20 Innovationsbündnissen, die sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren des BMBF aus über 100 Einreichungen durchsetzen konnten. Wofür steht Plant³?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591696946514" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Das Bündnis mit über 60 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft erarbeitet Strategien für die hochwertige Veredelung von pflanzenbasierten Rohstoffen in Nordostdeutschland. Die Potenz Hoch 3 steht einerseits für die Innovationsfelder Land, Moor und Meer und andererseits für die Erhöhung der Wertschöpfung durch Wissen (Forschung), Innovation (Unternehmen) und (strukturellen) Wandel unter Beachtung der sozialökologischen Nachhaltigkeit.</span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389335050" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was will das Bündnis erreichen? </span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591697738816" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Langfristiges Ziel von Plant³ ist es, das östliche Mecklenburg-Vorpommern als führende Bioökonomie-Region zu etablieren und zugleich ein Vorbild für die nachhaltige Transformation ländlicher Räume zu schaffen.</span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389342932" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wer sind die wichtigsten Akteure und welche Rolle spielt unsere Universität dabei?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591697940589" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Die wichtigsten Akteure sind Unternehmen mit innovativen Ideen, die Biomasse erzeugen und verarbeiten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region sowie Mittlerorganisationen wie beispielsweise die <a href="https://www.vorpommern-sonnendeck.de/wirtschaftsfoerderung-vorpommern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern</a> oder <a href="https://www.witeno.de/de/witeno/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Witeno</a>. Das Innovationsmanagement sitzt im Zentrum für Forschungsförderung und Transfer. Damit hat die <a href="https://www.uni-greifswald.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Uni Greifswald</a> die koordinierende Funktion inne. </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389350908" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was passiert aktuell</span></em></span><em style="color: #7bb555;"><span class="s1">?</span></em></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591698001470" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Bereits in der Konzeptphase von Plant³ wurden viele Projektideen gesammelt, von denen die ersten zu Beginn des Jahres gestartet sind. Ein Think Tank wird die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten wissenschaftlich begleiten und aus der wissenschaftlichen Analyse heraus Impulse für die strategische Weiterentwicklung liefern. Das Projekt „Treibhaus“ wird unter anderem Startups und etablierte Unternehmen in Form eines Inkubators bei der Optimierung von Innovationsprozessen unterstützen. In den Innovationsfeldern Moor und Meer sind die ersten Forschungs- und Entwicklungsprojekte beantragt, weitere Anträge sind in Vorbereitung.</span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591698063121" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Eine wichtige Aufgabe neben der Mitgliedergewinnung besteht nun darin, das Thema in die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu tragen. Große Unterstützung leistet hier das Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie. Es erzeugt eine regelrechte Dynamik bei der Kommunikation des Themas und gibt uns die Möglichkeit insbesondere bei der Durchführung von Veranstaltungen viele Synergien zu nutzen. Aktuell planen wir für das Wintersemester eine Bioökonomie-Vortragsreihe im <a href="https://www.wiko-greifswald.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alfried Krupp-Wissenschaftskolleg</a>, deren fester Bestandteil auch ein Bürgerforum ist. Wir hoffen, dass diese Veranstaltungen trotz der Corona-Pandemie stattfinden können. Und natürlich freuen wir uns auf den BioÖkonomie-Podcast „FaktenSammler“, der ab Mai von der Pressestelle produziert wird. </span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389361304" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Wo sehen Sie die größten Schwierigkeiten in der Umsetzung einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaftsform? Wie nehmen Sie die Skeptiker mit?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591699682769" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Wirtschaftsmodelle in der Bioökonomie sind noch zu wenig erprobt, das heißt es müssen Erfolgsmodelle geschaffen werden, um Vertrauen in ein biobasiertes Wirtschaftssystem zu erzeugen. Zugleich haben kleine Unternehmen im ländlichen Raum wenig Mittel für Innovationen, es fehlt ihnen an Geld und personellen Ressourcen, aber auch an Erfahrung. </span></p>

		</div>
	</div>
<blockquote class="text-big shortcode-blockquote block-style-widget"><p class="p1"><span class="s1">Unser Ziel ist es daher auch, die Innovationsfähigkeit der Unternehmen nicht nur durch Vernetzung und Austausch, sondern auch durch Weiterbildung in Form von Workshops oder Innovationsforen zu stärken.</span></p>
</blockquote>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1594389368924" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1" style="padding-left: 40px;"><span style="color: #7bb555;"><em><span class="s1">Was ist Ihre ganz persönliche Vision von Bioökonomie?</span></em></span></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591698200543" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Der Wandel hin zu einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Wirtschaftsform kann nur gelingen, wenn wirtschaftliche Potenziale und Ziele mit ökologischer Nachhaltigkeit verbunden werden und dabei auch die Gesellschaft einbezogen wird. Dafür müssen die Chancen, aber auch die Risiken der Bioökonomie mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen diskutiert werden. Unter Einbindung von Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kann so ein nachhaltiger Transformationsprozess in ländlichen Regionen angestoßen werden.</span></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid vc_custom_1591699373541 vc_row-has-fill"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="vc_separator wpb_content_element vc_separator_align_center vc_sep_width_100 vc_sep_pos_align_center vc_custom_1591699303947 wpb_content_element wpb_animate_when_almost_visible wpb_fadeIn fadeIn vc_separator-has-text" ><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_l"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span><h4>Plant³</h4><span class="vc_sep_holder vc_sep_holder_r"><span style="border-color:#7bbb55;" class="vc_sep_line"></span></span>
</div>
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1591699340147" >
		<div class="wpb_wrapper">
			<p class="p1"><span class="s1">Hinter Plant³ als Bioökonomie-Region steht ein breites Bündnis, das von der Universität Greifswald, der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und dem Wissenschafts- und Technologiepark Nord° Ost° (WITENO) geführt wird. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Plant³ im Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ bis 2024 mit bis zu 15 Millionen Euro. </span></p>

		</div>
	</div>
<div class="vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-4"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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