{"id":53468,"date":"2021-08-27T13:09:35","date_gmt":"2021-08-27T11:09:35","guid":{"rendered":"https:\/\/biooekonomie.uni-greifswald.de\/?p=53468"},"modified":"2021-08-30T15:19:12","modified_gmt":"2021-08-30T13:19:12","slug":"moorforscher-joosten-erhaelt-deutschen-umweltpreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biooekonomie.uni-greifswald.de\/en\/2021\/08\/27\/moorforscher-joosten-erhaelt-deutschen-umweltpreis\/","title":{"rendered":"Moorforscher Joosten erh\u00e4lt Deutschen Umweltpreis"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\">\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1630062574110\" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<div class=\"col-sm-12\" style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u00a9 Tobias Dahms<br \/>\n<\/span><\/div>\n<div class=\"col-xs-12\">\n<div><\/div>\n<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner vc_custom_1591696659725\"><div class=\"wpb_wrapper\"><h3 style=\"text-align: left\" class=\"vc_custom_heading vc_do_custom_heading\" >Moorforscher Joosten erh\u00e4lt Deutschen Umweltpreis<\/h3><\/div><\/div><\/div><\/div>\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1630329552040\" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<p>Drei W\u00f6rter reichen Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten f\u00fcr seine lebenslange Mission: \u201eMoor muss nass!\u201c Nun erh\u00e4lt der Moorkundler f\u00fcr seine Forschung sowie seinen jahrzehntelangen Kampf gegen Moor-Entw\u00e4sserung und damit f\u00fcr mehr Klimaschutz eine der h\u00f6chstdotierten derartigen Auszeichnungen Europas: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) w\u00fcrdigt Joostens Leistungen mit dem Deutschen Umweltpreis. Joosten teilt sich den Preis in H\u00f6he von insgesamt 500.000 Euro mit der international renommierten Wissenschaftlerin Prof. Dr. Katrin B\u00f6hning-Gaese. Beiden wird der Preis am 10. Oktober in Darmstadt durch Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier verliehen.<\/p>\n<p>DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde nennt Joostens Arbeit \u201eh\u00f6chst wertvoll. Er steht wie kaum ein anderer daf\u00fcr, dass wir die Moore als Klimasch\u00fctzer brauchen\u201c. Die Moore seien \u201eunverzichtbare Verb\u00fcndete\u201c im Kampf gegen die Klimakrise. Bonde: \u201eWeltweit ist bereits etwa ein F\u00fcnftel der Moore entw\u00e4ssert. Und in Deutschland sogar schon nahezu 95 Prozent, mit gravierenden Folgen f\u00fcr die Treibhausgas-Emissionen.\u201c Wiedervern\u00e4ssung und Wiederherstellung der Lebensr\u00e4ume seien \u201edas Gebot der Stunde\u201c und \u201eein entscheidender Schl\u00fcssel\u201c, um auf nat\u00fcrlichem Weg Kohlendioxid (CO2) zu binden. Joosten habe \u00fcberdies den Begriff \u201ePaludikultur\u201c gepr\u00e4gt, \u201edie naturvertr\u00e4gliche Nutzung von Mooren und damit die Wiederherstellung dieses f\u00fcr den Klimaschutz so wichtigen Lebensraums\u201c.<\/p>\n<p>\u201eHans Joosten, einer der f\u00fchrenden Moorforscher weltweit, hat \u00fcber 25 Jahre lang an der Universit\u00e4t Greifswald geforscht und gelehrt und sich mit wissenschaftlicher Expertise, bemerkenswerter Ausdauer und gro\u00dfer Leidenschaft f\u00fcr die Wiedervern\u00e4ssung von Mooren eingesetzt. Die Universit\u00e4t Greifswald blickt auf eine fast 200-j\u00e4hrige sehr erfolgreiche Moorforschung zur\u00fcck. Als Kooperationspartnerin des \u201aGreifswald Moor Centrums\u2018 sind wir deshalb sehr stolz darauf, dass das Engagement von Herrn Joosten nun mit dem Deutschen Umweltpreis gew\u00fcrdigt wird und das Potenzial der Moore f\u00fcr den Klimaschutz sowie die gesamte Moorforschung damit st\u00e4rker in das Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit r\u00fcckt\u201c, freut sich Prof. Dr. Katharina Riedel, die Rektorin der Universit\u00e4t Greifswald.<\/p>\n<p>Der 1955 in Liessel in der niederl\u00e4ndischen Provinz Noord-Brabant geborene Joosten kam nach einem Biologie-Studium sowie verschiedenen wissenschaftlichen Stationen in den Niederlanden 1996 an das Institut f\u00fcr Botanik und Landschafts\u00f6kologie der Universit\u00e4t Greifswald. Dort leitete er bis zu seinem Ruhestand in 2021 den Lehrstuhl f\u00fcr Moorkunde und Pal\u00e4o\u00f6kologie, seit 2008 als au\u00dferordentlicher Professor. Der Deutsche Umweltpreis erkenne an, \u201ewie sch\u00f6n und vor allem wie wichtig f\u00fcr den Klimaschutz Moore sind, weil sie auf drei Prozent der Landfl\u00e4che der Erde doppelt so viel Kohlenstoff in ihren Torfen speichern wie alle W\u00e4lder der Welt auf rund 30 Prozent der Landfl\u00e4che in ihrer Biomasse\u201c. Joosten warnt jedoch: \u201eDie Entw\u00e4sserung von Moorb\u00f6den, vor allem f\u00fcr land- und forstwirtschaftliche Nutzung, heizt den Klimawandel an, weil dadurch enorme Mengen an Treibhausgasen freigesetzt werden.\u201c<\/p>\n<p>Mit dem Preisgeld will Joosten die am Greifswald Moor Centrum (GMC) beheimatete und mit etwa 25 000 Publikationen weltweit gr\u00f6\u00dfte Moorbibliothek \u201ePeNCIL\u201c zu einem globalen Kenntnis- und Kulturzentrum zu Mooren ausbauen. Das 2015 gegr\u00fcndete GMC ist eine Kooperation von Universit\u00e4t Greifswald, Michael Succow Stiftung und dem Verein DUENE. Ziel des GMC ist das, wof\u00fcr sich Joosten zeit seines Forscherlebens eingesetzt hat und weshalb er nun von der DBU ausgezeichnet wird: nat\u00fcrliche Moore vor Entw\u00e4sserung sch\u00fctzen, trockengelegte Moore wiedervern\u00e4ssen und Moore lediglich nass nutzen. Joosten schuf daf\u00fcr den Begriff \u201ePaludikultur\u201c, eine mittlerweile in Fachkreisen weltweit genutzte Beschreibung f\u00fcr eine klimaschonende landwirtschaftliche Nutzung nasser Hoch- und Niedermoore.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inhalte dieser News wurden aus der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/123artikel39144_2442.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medieninformation der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)<\/a> \u00fcbernommen. Weitere Informationen finden Sie <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/index.php?menuecms_optik=&amp;menuecms=123&amp;objektid=39143\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">here<\/a>.<\/p>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei W\u00f6rter reichen Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten f\u00fcr seine lebenslange Mission: \u201eMoor muss nass!\u201c Nun erh\u00e4lt der Moorkundler f\u00fcr seine Forschung sowie seinen jahrzehntelangen Kampf gegen Moor-Entw\u00e4sserung und damit f\u00fcr mehr Klimaschutz eine der h\u00f6chstdotierten derartigen Auszeichnungen Europas: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) w\u00fcrdigt Joostens Leistungen mit dem Deutschen Umweltpreis. Joosten teilt sich den Preis in H\u00f6he von insgesamt 500.000 Euro mit der international renommierten Wissenschaftlerin Prof. Dr. Katrin B\u00f6hning-Gaese. Beiden wird der Preis am 10. 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