{"id":55800,"date":"2023-12-06T14:29:28","date_gmt":"2023-12-06T13:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/biooekonomie.uni-greifswald.de\/?p=55800"},"modified":"2023-12-06T14:29:28","modified_gmt":"2023-12-06T13:29:28","slug":"materialien-aus-land-moor-und-meer-neu-denken-themenschwerpunkt-am-30-11-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/biooekonomie.uni-greifswald.de\/en\/2023\/12\/06\/materialien-aus-land-moor-und-meer-neu-denken-themenschwerpunkt-am-30-11-2023\/","title":{"rendered":"Materialien aus LAND, MOOR und MEER neu denken \u2013 Themenschwerpunkt am 30.11.2023"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_row-fluid\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"vc_row wpb_row vc_inner vc_row-fluid\"><div class=\"wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12\"><div class=\"vc_column-inner vc_custom_1591696659725\"><div class=\"wpb_wrapper\"><h3 style=\"text-align: left\" class=\"vc_custom_heading vc_do_custom_heading\" >Materialien aus LAND, MOOR und MEER neu denken \u2013 Themenschwerpunkt am 30.11.2023<\/h3><\/div><\/div><\/div><\/div>\n\t<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element  vc_custom_1701869329396\" >\n\t\t<div class=\"wpb_wrapper\">\n\t\t\t<div class=\"abstract\">\n<p><strong>Beheizbare W\u00e4nde aus Strohplatten? Der Themennachmittag \u201eBio\u00f6konomie und \u00f6kologische Baumaterialien\u201c am 30.11. zeigte eindr\u00fccklich, dass es sich lohnt, Materialien aus LAND, MOOR und MEER wiederzuentdecken, weiterzudenken und neu zu denken.<\/strong><\/p>\n<p>Mit Blick auf Ressourcen- und Klimaschutz liegt das Problem im Bauwesen nicht bei den H\u00e4usern, die vor mehr als 100 Jahren gebaut wurden, sondern bei den H\u00e4usern, die in den vergangenen 100 Jahren gebaut wurden. Erik Bossong, R&amp;D Senior Expert GROPYUS AG, beschrieb das ehrgeizige Ziel des deutsch-\u00f6sterreichischen Unternehmens GROPYUS: &#8222;Sie wollen Mehrfamilienh\u00e4user mit Wohnungen f\u00fcr junge Familien so bauen bzw. sanieren, dass damit ein Beitrag zur Erreichung des 1,5\u00b0-Ziels geleistet wird.&#8220; Gleich zu Beginn r\u00e4umte er die Sorge aus dem Weg, es g\u00e4be nicht genug Holz daf\u00fcr. &#8222;Es ist gen\u00fcgend Holz vorhanden, wenn man effizient damit umgeht und auch Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen einbezieht&#8220;, so Bossong. Nur: Wie findet man das beste Material f\u00fcr den jeweiligen Zweck beim hochskalierten Bau in serieller Fertigung? Haben diese Materialien selbstragende Funktionen? Was bewirken sie beim Schallschutz, bei der W\u00e4rmed\u00e4mmung und beim Feuchtigkeitstransport? Lassen sich sogar beheizbare Materialien entwickeln, welche die bisherigen Heizungen obsolet machen?<\/p>\n<p>Als Weg zur Umsetzung der gro\u00dfen Ziele im Bauwesen skizzierte Prof. Dr. Ulrich Schurr, Bio\u00f6konomieREVIER und Forschungszentrum J\u00fclich, die Innovationsregionen der zirkul\u00e4ren Bio\u00f6konomie, welche die Entwicklung technologischer Innovationen verkn\u00fcpfen mit dem Regionalen als Ausgangsbasis. Im Rheinland wird beispielsweise ebenso daran gearbeitet, neuartige Vorgehen f\u00fcr den Aufschluss von Fasern zu entwickeln, wie daran, einen disruptiv neuen Weg zur Papierherstellung zu finden, bei dem nicht mehr so viel Energie in die Verdampfung von Wasser gesteckt wird. Und daran, funktionelle Materialen zu entwickeln, wie selbstreparierendes Leichtbaumaterial aus wachsbeschichtetem Papier, das, wenn es abgenutzt ist, erst erw\u00e4rmt und dann wieder abgek\u00fchlt wird und dann wieder funktioniert.<\/p>\n<p>Dass aber auch herk\u00f6mmliche Materialien weiterhin \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, zeigten die regionalen Unternehmer. Martin Brassel von der Hanffaser Uckermark EG stellte Materialien aus Hanfstroh f\u00fcr Wand-, Fassaden- und Dachd\u00e4mmungen und Schallsch\u00fcttungen vor. Friedrich Mierau von der HALM GmbH aus Hohenbr\u00fcnzow zeigte, dass Stroh ein vielf\u00e4ltig anwendbares Ausgangsmaterial ist. &#8222;Strohbauplatten sind eine Alternative zu Gipskarton- und Gipsfaserplatten f\u00fcr Innenw\u00e4nde, Einblasstroh ist eine Alternative bei der Einblasd\u00e4mmung und Bau-Strohballen k\u00f6nnen beim Holzst\u00e4nderbau verwendet werden&#8220;, erkl\u00e4rte Mierau. Torsten Galke, Moor and More, beschrieb Rohrkolben, Schilf und vor allem Nasswiesengr\u00e4ser als Rohstoffe f\u00fcr Baumaterialien \u2013 gut zu besichtigen beim Paludikultur-Tiny House! Und Vincent Marnitz von BuildBlue stellte Seegras als Rohstoff vor, dessen Einsatz beispielsweise bei der D\u00e4mmung eine gute Verwendung f\u00fcr die bei den Touristen so unbeliebten Seegrasanschwemmungen am Strand bietet.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Skalierung sind die regionalen Materialien allerdings nicht unbedingt geeignet. Ihr Vorteil liegt eher in der energieeffizienten dezentralen Ernte, Aufbereitung und Verwendung. Gerade die Dezentralit\u00e4t hob Prof. Schurr als St\u00e4rke hervor: &#8222;Die Skalierung von dezentralen Themen und die Vernetzung der Regionen mit ihrem Knowhow sind der L\u00f6sungsweg f\u00fcr eine bio\u00f6konomische Transformation im Bauwesen.&#8220;<\/p>\n<p>Was nehmen wir bei Plant\u00b3 mit neben viel Neugier und neuem Wissen zu den verschiedenen Materialien? Vernetzung ist wichtig, gemeinsame Sichtbarkeit, Unterst\u00fctzung bei der Finanzakquise, und ambitionierte Projekte in der Region!<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei den Vortragenden!<\/p>\n<p>+++ N\u00e4chste Veranstaltung im Rahmen der Bauausstellung: 7.12.2023 17:00-19:00 Uhr Themenschwerpunkt \u201eBauwende\u201c: Lokale Best-Practice-Beispiele. Von der Uni auf die Baustelle \u2013 \u00f6kologisch Bauen und Sanieren in der Praxis. Als Vortragende erwarten wir Dirk Niehaus (biber GmbH), Martin Stiller (Stadt Greifswald), Ralf Lammertz (PGS Greifswald mbH), Andreas Skyrpietz (Deutsche Bundesstiftung Umwelt). Die Veranstaltung steht unter Schirmherrschaft der WVG.<\/p>\n<p>Vorab wird um 15:00 Uhr eine gef\u00fchrte Exkursion zu den Pilotprojekten in Greifswald angeboten \u2013 denn die Stadt Greifswald geht mit gro\u00dfen Schritten voran! Wir bitten um Anmeldung vorab an ((Link Eventbrite))<\/p>\n<p>+++ Wann kann man sich die Bauausstellung anschauen? Mittwoch bis Freitag: 12 bis 18 Uhr &amp; Samstag: 10 bis 15 Uhr<\/p>\n<p>+++ Ort: Z4 \/ Zentrum f\u00fcr Life Science und Plasmatechnologie, Walther-Rathenau-Str. 49b, 17489 Greifswald (also gegen\u00fcber der Zahnklinik!)<\/p>\n<\/div>\n\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Materialien aus LAND, MOOR und MEER neu denken \u2013 Themenschwerpunkt am 30.11.2023 Beheizbare W\u00e4nde aus Strohplatten? Der Themennachmittag \u201eBio\u00f6konomie und \u00f6kologische Baumaterialien\u201c am 30.11. zeigte eindr\u00fccklich, dass es sich lohnt, Materialien aus LAND, MOOR und MEER wiederzuentdecken, weiterzudenken und neu zu denken. 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