Warum ist der Weg vom Feld in die Wand so steinig?
Wir reden viel über nachhaltiges Bauen, aber wenn es an die Umsetzung geht, stoßen wir auf Bürokratie, Logistikprobleme und veralteten Normen.
Wir haben uns mit 20 Stakeholdern aus dem Plant³-Netzwerk getroffen, um zentrale Hemmnisse entlang der Wertschöpfungskette nachhaltiger Bau- und Dämmstoffe zu identifizieren und Lösungsansätze zu formulieren.
Welche zentralen Hemmnisse gibt es für nachhaltiges Bauen?
→ Rohstoffbeschaffung: Schwierigkeiten bei Homogenisierung und dezentraler Logistik
→ Veredelung: Fehlende Infrastruktur und anfällige Verarbeitungstechnologien
→ Zulassung und Zertifizierung: Normative Hemmnisse für NaWaRo
→ System: Schwache Interessenvertretung und Verarbeitungskapazitäten


Was fehlt, um diese Hürden zu überwinden?
- Einführung langfristiger Absatz- und Lieferverträge für Planungssicherheit
- Aufbau von Verwertungsgesellschaften und „Faserkompetenzzentren“
- Optimierung der Vorprodukte für effizientere Transportwege
- Aufbau von Wissensdatenbanken über gemeinsam nutzbare Produktionsinfrastruktur
- Gezielte Fortbildungsprogramme für lokale Handwerksbetriebe
- Erhöhung der Transparenz von rechtlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen
- Nutzung von Einfamilienhäusern für Pilotprojekte
Nachhaltigkeit im Bauwesen ist kein Trend und keine Nische, sondern eine Notwendigkeit!
Es ist höchste Zeit, die Theorie in die Praxis und vor allem in die Wände zu bringen – dafür braucht es Innovationsgeist, eine starke Interessenvertretung und mutige Entscheidungen in Politik und Industrie!
Fotos: Melissa Seidel







