Zunächst sollte eine zusammenfassende Beschreibung des untersuchten Wertschöpfungssystems erstellt werden. Hierfür sind die Erkenntnisse aus den Steckbriefumfragen, der Datenerhebung und den Workshops zusammenzuführen. Die im Workshop entwickelten Skizzen und Übersichten sollten dabei weiterentwickelt werden mit dem Ziel, eine möglichst vollständige und nachvollziehbare Beschreibung der Akteure, Wertschöpfungsstränge und -schritte sowie relevanter Beziehungen innerhalb des Systems auszuarbeiten.
Anschließend sollten die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsbewertung erneut zusammengeführt und entlang der betrachteten Nachhaltigkeitsdimensionen strukturiert in Form von Handlungsempfehlungen und Wirkungsbeziehungen dargestellt werden. Dabei sind die zentralen Erkenntnisse der einzelnen Indikatoren zu bündeln und den jeweiligen Wertschöpfungssträngen sowie Wertschöpfungsschritten in zuzuordnen. Auf diese Weise können antreibende Kräfte, Hemmnisse, Zielkonflikte und Synergien innerhalb des Wertschöpfungssystems sichtbar gemacht werden. Neben den Ergebnissen der Datenerhebung sollten auch die im Workshop ergänzten Perspektiven und Bewertungen berücksichtigt werden.
Die identifizierten Handlungsempfehlungen sollten zu übergeordneten regionalen Transformationspfaden bzw. Alternativen/Szenarien für die regionale Transformation zusammengeführt werden. Diese Pfade kombinieren eine ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit mit der Weiterentwicklung ausgewählter Wertschöpfungsstränge. Dabei ist herauszuarbeiten, welche Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit beitragen können, ohne hierbei die Querschnittsthemen zu vernachlässigen. Gleichzeitig sollte analysiert werden, welche Akteure über den notwendigen Einfluss verfügen, um die jeweiligen Handlungsempfehlungen umzusetzen. Dadurch können Verantwortlichkeiten, Kooperationsbedarfe und Ansatzpunkte für einen nachhaltigen Strukturwandel innerhalb des Wertschöpfungssystems aufgezeigt und mit Entscheidungsträger*innen verknüpft werden.
Die alternativen regionalen Transformationspfade bilden damit die Grundlage, um Nachhaltigkeitsziele, Handlungsempfehlungen und relevante Akteursgruppen miteinander zu verknüpfen. Sie schaffen Orientierung für zukünftige Entwicklungsprozesse und unterstützen die strategische Gestaltung eines nachhaltigen Strukturwandels innerhalb des Wertschöpfungssystems und der Region.
Zusammenfassung der Aktivitäten zum Erfüllen von Schritt 9:
- Zusammenfassende Beschreibung und Darstellung des untersuchten Wertschöpfungssystems
- Verknüpfung der Nachhaltigkeitsbewertung mit dem untersuchten Wertschöpfungssystem
- Ableitung alternativer regionaler Transformationspfade
- Identifizierung von Akteuren und Netzwerken zur Umsetzung der Handlungsempfehlungen
