1. Modul 3: Auswertung und B...
  2. Schritt 6: Auswertung und...
  3. 6.6 Resilienz
  4. Indikator 6.1: Persistenz der Wertschöpfung

Indikator 6.1: Persistenz der Wertschöpfung

Die Persistenz der Wertschöpfung beschreibt die Fähigkeit bioökonomischer Wertschöpfungssysteme, ihre zentralen Funktionen und Wertschöpfungsprozesse trotz interner oder externer Störungen aufrechtzuerhalten. Sie umfasst sowohl die Widerstandsfähigkeit gegenüber kurzfristigen Schocks als auch die langfristige Stabilität unter sich verändernden Rahmenbedingungen. Unterschiede in der Persistenz geben Aufschluss darüber, wie robust einzelne Wertschöpfungsstränge gegenüber Unsicherheiten und Krisen sind. Eine hohe Persistenz kann Stabilität gewährleisten, aber auch Anpassungs- und Transformationsprozesse durch Pfadabhängigkeiten einschränken.

Folgende Informationen sind bei der Untersuchung der Persistenz besonders relevant:

  • Kurzfristige Persistenz: Welche Unterschiede bestehen zwischen den Wertschöpfungssträngen hinsichtlich ihrer Fähigkeit, kurzfristige Störungen und Krisen zu bewältigen? Gibt es im Fall von Lieferketten- oder Produktionsausfällen Reserven oder alternative Bezugsquellen?
  • Langfristige Persistenz: Inwieweit unterscheiden sich die Wertschöpfungsstränge bezüglich ihrer Robustheit gegenüber langfristigen Veränderungen von Märkten, Ressourcenverfügbarkeiten oder politischen Rahmenbedingungen? Kommt es hierdurch zu Entwicklungshemmnissen oder Pfadabhängigkeiten?