HydroPharm - Nachhaltige Gewinnung hochwertiger Phytopharmaka in Hydroponiksystemen

Ziel des Verbundvorhabens ist die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung durch die Etablierung des Heilpflanzenanbaus in Hydroponikanlagen zur Gewinnung hochwertiger Ausgangstoffe für Phytopharmaka für die pharmazeutische Industrie.

Trotz steigender Bedarfe an Rohstoffen für Phytopharmaka stagniert die Anbaufläche von Heilpflanzen in Deutschland. Ursachen sind besonders hohe Anforderungen an Qualität und Reinheit der Erzeugnisse sowie technologische Einstiegshürden. Ein Großteil der Rohstoffe der in Deutschland hergestellten Phytopharmaka stammt immer noch aus weltweiten Wildsammlungen, was aus Gründen des notwendigen Erhalts von Biodiversität sowie durch Lieferkettenprobleme und Umweltverschmutzung in den Herkunftsländern nicht mehr zeitgemäß ist. Aber auch der konventionelle Freilandanbau von Heilpflanzen in Arzneibuchqualität ist auf Grund von Witterungsschwankungen (starke Ertrags- und Qualitätsschwankungen), bereits bemerkbare zunehmende Extremwettersituationen (z.B. Dürren und Starkregen- und Hagelereignisse) aufgrund des Klimawandels und umliegenden konventionell bewirtschafteten Felder eine große Herausforderung

Der Anbau von Heilpflanzen in Hydroponikanlagen bietet die Chance, die wirtschaftlichen Risiken des Anbaus auf landwirtschaftlichen Flächen im Hinblick auf starke Ertrags- und Qualitätsschwankungen zu vermeiden und einen möglichst ganzjährigen ertragssicheren Anbau mit deutlich höheren Biomasseerträgen (hohe Flächeneffizienz), geringere Wasser- und Nährstoffverluste (hohe Ressourceneffizienz) und Vermeidung von Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmitteln zu erreichen.

Da Hydroponikanlagen zusätzliche Investitions- und Betriebskostenbedarfe haben, soll im Projekt der Anbau von 2 ausgewählten Heilpflanzen (Blatt- und Wurzeldroge) unter Einbeziehung von sowohl ökonomischen Faktoren als auch notwendigen Qualitätsparametern für Phytopharmakarohstoffe im Vergleich mit dem erdgebundenen Anbau im Gewächshaus und dem Anbau im Freiland untersucht werden. Neben den Verbundpartnern PHARMAPLANT GmbH und IBZ Hohen Luckow e.V. sind das Institut für Pharmazie, Universität Greifswald sowie das Bioökonomisches Forschungszentrum Rügen (BFZR) Teil des Projektteams.

Fakten

Laufzeit: 1.03.2024 – 31.12.2025

Kontakt:

Maik Orth

IBZ Hohen Luckow e.V.

Bützower Str. 1a

18239 Hohen Luckow

Telefon: +49 (0)38295 74104

Email: ibz@ibz-hl.de

 

Norman Helbing

PHARMAPLANT GmbH

Am Westbahnhof 4

06556 Arter

Telefon: +49 3466 3256-16

Email: norman.helbing@pharmaplant.de