tragende Hanfbauplatte - Entwicklung eines statisch belastbaren, recycelbaren Prototyps einer mineralisch gebundenen Bauplatte aus Hanf

Statisch tragende, baubiologisch unbedenkliche und vollständig recyclingfähige bzw. kompostierbare Platten, deren Herstellungs- und Recyclingprozess in regionale Kreislaufwirtschaftssysteme integrierbar ist, sind am Baustoffmarkt weltweit bislang nicht erhältlich.

Die Projektidee basiert auf dem Faseraufschluss für Hanfstroh, welcher selbst im industriellen Maßstab nur wirtschaftlich darstellbar ist, wenn alle Materialfraktionen, insbesondere die Schäben, ebenfalls veredelt und damit stofflich genutzt werden.

Während der Faseraufschluss selbst technisch beherrscht und anlagentechnisch ausgereift ist, besteht im Bereich der Weiterverarbeitung der Schäben noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Aufgrund der hohen Nachfrage (erforderliche umsetzbare Massenströme) und ihrer ökologischen Relevanz stellen Bauprodukte hier ein interessantes Marktsegment dar.

Der moderne Holzbau verlangt nach Plattenwerkstoffen mit statisch tragender Wirkung zur Diagonal-/Flächenaussteifung von Ständerwänden, Decken und Dachflächen. Hierfür werden aktuell vorrangig Holzfaserplatten (OSB bzw. MDF) oder Bausperrholzplatten mit Anteilen von 8 – 12 % synthetischen Klebstoffen verwendet, deren baubiologische Unbedenklichkeit auf Grund der Klebstoffanteile umstritten ist und die kaum recycelt, sondern hauptsächlich in speziellen Müllverbrennungsanlagen thermisch verwertet werden.

Durch bauphysikalische Eigenschaftsbestimmung und wissenschaftliche Untersuchungen der entwickelten Rezepturen sollen im Projekt Materialien entwickelt werden, die als vollständig recycelbare nachhaltige Alternative zu den bisher gängigen Verbund-Plattenwerkstoffen auf Basis des nachwachsenden Rohstoffs Hanfs im Baugewerbe eingesetzt werden können.

Fakten

Laufzeit: Apr 2024 – Dez 2025

Verbundforschungsvorhaben, Verbundpartner:

Institut für Bautechnik und Regionalentwicklung e.V. (IBR) – Koordinator

https://www.ibr-ev.org

mail: kontakt@ibr-ev.org

 

 

Kontakt:

Hochschule Wismar, Kompetenzzentrum Bau MV (KbauMV)

Dr.-Ing. Gesa Haroske

Hochschule Wismar

Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Telefon: +49 3841 753–7359

gesa.haroske@hs-wismar.de

 

Automation & software Günter Tausch GmbH (autosoft GmbH)

https://www.autosoft-nb.de

mail: info@autosoft-nb.de