Im Laufe des Nachhaltigkeitschecks wird das eingegrenzte bioökonomische Wertschöpfungssystem einer Bioökonomieregion untersucht mit dem Ziel Handlungsempfehlungen für einen nachhaltigen regionalen Strukturwandel herzuleiten. Aus diesem Grund müssen zunächst räumliche Grenzen der Bioökonomieregion festgelegt werden. Die Gestaltung dieser Grenzen fällt je nach Anwendungsfall unterschiedlich aus. Die Abgrenzung kann beispielsweise auf administrativen Grenzen, bestehenden Bündnisgrenzen oder naturräumlichen Grenzen basieren. Wichtig ist, dass die Grenzen eindeutig definiert sind. Folgende Zonen sind im Rahmen der regionalen Abgrenzung des Wertschöpfungssystems festzulegen:
- Kernregion: Fokusregion der Untersuchung
- Unmittelbare Umgebung: Region, die durch räumliche, kulturelle oder wirtschaftliche Nähe stark mit der Kernregion verflochten ist
- Externe Zone: Alle anderen Regionen, die für das Wertschöpfungssystem relevant sind
Durch die Einteilung in Zonen werden im weiteren Verlauf des Checks Effekte auf andere Regionen nicht vernachlässigt. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf die jeweilige Bioökonomieregion erhalten. Die externe Zone ist besonders interessant, wenn es darum geht ob positive oder negative Effekte des Wertschöpfungssystems von der Kernregion aus in externe Regionen verlagert werden oder umgekehrt.
Anwendungsbeispiel: Region des Bioökonomiebündnisses Plant3
- Kernregion: Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen
- Unmittelbare Umgebung: Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Województwo Zachodniopomorskie, Landkreis und Stadt Rostock
- Externe Zone: Alle anderen Regionen
