Vom Anbau der Biomasse bis zu den finalen Endprodukten durchläuft der Wertschöpfungsprozess verschiedene Phasen, die in Wertschöpfungsstufen eingeteilt werden können. Hierbei gibt es verschiedene Ansätze, Wertschöpfungssysteme in Wertschöpfungsstufen zu unterteilen. Diese Unterteilungen sind immer eine vereinfachte Beschreibung der Realität von Wertschöpfungssystemen.
Um die Analyse des Wertschöpfungssystems zu strukturieren, ist die Identifikation von Wertschöpfungsstufen notwendig. Die Erstfassung dieser Einteilung kann zunächst auf Basis des vorhandenen Vorwissens und des analytischen Fokus der analysierenden Person erstellt werden und ermöglicht eine konzeptionelle Orientierung. Im Zuge der Fragebogen-Erstellung (Schritt 3) werden die identifizierten Wertschöpfungsstufen im Austausch mit Experten validiert und überarbeitet. Folgende Wertschöpfungsstufen können für die explorative Erstellung der Erstfassung als Orientierungshilfe und Ausgangspunkt verwendet werden:
- Anbau und Ernte der Biomasse
- primäre Aufbereitung und Verarbeitung der Biomasse (z.B. Reinigungsanlagen, Mühlen oder Sägewerke)
- sekundäre Verarbeitung (Weiterverarbeitung) (z.B. Raffinieren, Bäckereien oder Produktion von Bauteilen)
- Marktstufe: Vermarktung der Produkte (z.B. Lebensmitteleinzelhandel, Getränkegroßhandel oder Baustoffhandel)
- intermediäre Stufe (Wissenschaft, Beratung, Dienstleistung usw.)
- Recycling und Entsorgung
Je nach analytischem Fokus und Zielsetzung kann es sinnvoll sein, die Untersuchung der Nachhaltigkeit auf einzelne Wertschöpfungsstufen zu beschränken. Diese Eingrenzung ist optional, weil es in den meisten Fällen zielführend ist, das Wertschöpfungssystem über alle Stufen hinweg zu betrachten, um systemische Handlungsempfehlungen herzuleiten.
Anwendungsbeispiel: „Im Rahmen der Untersuchung werden folgende Wertschöpfungsstufen betrachtet: „Anbau und Ernte der Biomasse“, primäre und sekundäre Verarbeitung der Biomasse“, „Marktstufe“, „intermediäre Stufe“ und „Recycling und Entsorgung“.
