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Indikator 5.1: Macht- & Abhängigkeitsstrukturen

Die Ausgestaltung bioökonomischer Wertschöpfungssysteme wird wesentlich durch bestehende Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den beteiligten Akteuren geprägt. Diese Strukturen beeinflussen, wer zentrale Entscheidungen trifft, welche Akteure Innovationen vorantreiben und welche Gruppen Veränderungen eher begünstigen oder hemmen. Die Verortung von Machtstrukturen hat auch einen wesentlichen Einfluss auf die räumliche Ausgestaltung der Wertschöpfungssysteme und damit den Beitrag zu einem nachhaltigen regionalen Strukturwandel. Die Analyse von Macht- und Abhängigkeitsstrukturen ermöglicht daher die Identifikation von Schlüsselakteuren zur Steuerung von Transformationsprozessen.

Folgende Informationen sind hierbei besonders relevant:

  • Machtverhältnisse: Inwieweit unterscheiden sich die Wertschöpfungsstränge bezüglich der Abhängigkeit kleiner Akteure von großen Unternehmen oder zentralen Verarbeitungsstufen? Konzentriert sich hierbei die Entscheidungsmacht für Veränderungsprozesse auf wenige Akteure oder ist sie breit verteilt?
  • Treiber und Verhinderer der Transformation: Welche Unterschiede bestehen zwischen den Wertschöpfungssträngen hinsichtlich der Akteure und Rahmenbedingungen, die Transformationsprozesse fördern bzw. hemmen?